Seniorenwoche LDS eröffnet
32. Brandenburgische Seniorenwoche würdigt Ehrenamtliches Engagement
Im Landkreis Dahme-Spreewald ist die 32. Brandenburgische Seniorenwoche mit einer Festveranstaltung auf der MS Olympia auf dem Zeuthener See eröffnet worden. Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Seniorenbeiräten und ehrenamtlichen Initiativen kamen zusammen, um das Engagement älterer Menschen zu würdigen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu betonen.
Die Seniorenwoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gesellschaft braucht Erfahrung – Senioren brauchen Teilhabe.“ Landrat Sven Herzberger hob in seiner Ansprache die Bedeutung älterer Menschen für den Zusammenhalt im Landkreis hervor. Erfahrung, Wissen und Engagement seien wichtige Ressourcen für das Gemeinwesen.
Seniorenbeiräte als wichtige Stimme im Alltag„Die Erfahrungen älterer Menschen sind ein wertvoller Schatz für unsere Gesellschaft. Sie geben Orientierung, vermitteln Wissen und stärken den Zusammenhalt in unseren Städten und Gemeinden. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Senioren aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ihre Ideen einbringen können. Die vielen ehrenamtlich Engagierten und die Seniorenbeiräte in unserem Landkreis leisten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag. Ihnen gilt unser besonderer Dank und unsere Anerkennung“, sagte Landrat Sven Herzberger.
Besondere Anerkennung galt den 13 örtlichen Seniorenbeiräten sowie dem Kreisseniorenbeirat. Sie vertreten die Interessen älterer Menschen, bringen Anliegen in politische Entscheidungsprozesse ein und gestalten das Leben in den Städten und Gemeinden mit.
Genannt wurden unter anderem Informationsveranstaltungen zu Gesundheit und Vorsorge, Projekte zur digitalen Teilhabe und generationenübergreifende Angebote. Auch Barrierefreiheitsbegehungen in verschiedenen Kommunen wurden hervorgehoben. Dabei prüfen Seniorenbeiräte gemeinsam mit Verwaltungen und Verantwortlichen vor Ort öffentliche Räume auf Hindernisse und zeigen Verbesserungsmöglichkeiten auf. Davon profitieren nicht nur ältere Menschen, sondern alle Bürger.
Zunehmend wichtig ist außerdem die Förderung digitaler Kompetenzen. Viele Seniorenbeiräte organisieren dafür Schulungen und Unterstützungsangebote, damit ältere Menschen digitale Dienstleistungen sicher und selbstständig nutzen können.
Landkreis verweist auf laufende ProjekteDer Landkreis Dahme-Spreewald unterstützt die Seniorenarbeit nach eigenen Angaben gezielt. Gemeinsam mit dem Kreisseniorenbeirat wird derzeit die Evaluierung der seniorenpolitischen Leitlinien vorangetrieben. Ziel ist es, die Bedürfnisse älterer Menschen weiter in die Entwicklung des Landkreises einzubeziehen und die Seniorenarbeit zukunftsfähig auszurichten.
Positiv erwähnt wurde auch das neu etablierte Netzwerktreffen der Seniorenbeiräte, das den Austausch fördert und erfolgreiche Projekte über Gemeindegrenzen hinweg sichtbar machen soll.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einem selbstbestimmten Leben im Alter. Im Landesprogramm „Pflege vor Ort“ werden im Landkreis inzwischen 14 Projekte gefördert. Ergänzt wird das durch Nachbarschaftshilfe, die ältere und pflegebedürftige Menschen im Alltag unterstützt. Mit Unterstützung des Paktes für Pflege wurden dafür Servicepunkte für Nachbarschaftshilfe eingerichtet.
Darüber hinaus entsteht in Lübben gemeinsam mit der LWG eine barrierearme Pflege-Musterwohnung. Sie soll zeigen, wie Wohnräume gestaltet werden können, damit Menschen auch bei gesundheitlichen Einschränkungen möglichst lange selbstständig in ihrem gewohnten Umfeld leben können.
Auszeichnung „Eine Rose für…“Im Rahmen der Festveranstaltung wurden wieder engagierte Bürger für ihren Einsatz in der Seniorenarbeit geehrt. Die Auszeichnung „Eine Rose für…“ ging an Menschen aus verschiedenen Orten im Landkreis und steht stellvertretend für viele Ehrenamtliche, die Gemeinschaft stärken und Teilhabe ermöglichen.
- Galina Zaretskaya, Stadt Königs Wusterhausen: Sie wurde auf Vorschlag des Diakonischen Werkes Lübben gGmbH geehrt. Seit 16 Jahren unterstützt sie ehrenamtlich als Übersetzerin in Beratungsgesprächen der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte und im Jugendmigrationsdienst. Außerdem begleitet sie Klienten zu Gesprächen in Kliniken, zu Ärzten, in Schulen und zu Behörden.
- Manfred Zehn, Stadt Golßen: Auf Vorschlag des Seniorenbeirates Golßen wurde er für sein langjähriges Engagement in der Seniorenarbeit ausgezeichnet. Er unterstützt monatliche Veranstaltungen, hilft im Mehrgenerationenhaus Golßen bei Reparaturen, beim Möbelaufbau und bei der Vorbereitung von Veranstaltungen und bringt sich auch in der AWO-Seniorengruppe ein.
- Marlis Martin, Gemeinde Heideblick: Sie wurde auf Vorschlag des Seniorenbeirates der Gemeinde Heideblick geehrt. Seit 11 Jahren engagiert sie sich für die Senioren in Wüstermarke und organisiert monatliche Treffen mit Vorträgen und Gesprächen, auch mit Blick auf Themen aus der Gemeinde.
- Lieselotte Niepraschk, Stadt Luckau: Sie wurde auf Vorschlag des Seniorenbeirates der Stadt Luckau geehrt. Seit mehr als 10 Jahren gehört sie dem Seniorenbeirat an und ist trotz ihres Alters von 90 Jahren weiterhin aktiv. Sie unterstützt Veranstaltungen, leistet Nachbarschaftshilfe und engagiert sich seit 1991 bei den Brandenburger Landfrauen der Niederlausitz e.V.
- Irene Welski, Stadt Königs Wusterhausen: Sie war bei der Ehrung nicht anwesend. Vorgeschlagen wurde sie vom Kreisseniorenbeirat und der Ortsgruppe der Volkssolidarität Wernsdorf. Gewürdigt wurden ihr langjähriger Einsatz in der Ortsgruppe, ihre frühere Arbeit als Ortsvorsteherin in Wernsdorf und ihr Engagement im Kreisseniorenbeirat.
- Karin Görsch, Amt Lieberose/Oberspreewald: Auf Vorschlag von Frau Schade wurde sie für ihr langjähriges Engagement in Lieberose geehrt. Sie war Mitglied der Initiativgruppe Internierungslager Jamlitz e.V. und arbeitet seit zwei Jahren regelmäßig im FiZ Lieberose als Unterstützung in der Küche. Außerdem engagiert sie sich in der Nachbarschaftshilfe, hilft bei Arztfahrten, singt im Chor und ist Mitglied einer Tanzgruppe.
Die Veranstaltung auf dem Zeuthener See bot Raum für Gespräche, Begegnungen und den Austausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Seniorenarbeit im Landkreis Dahme-Spreewald.
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