L.o Redaktion | LK Dahme-Spreewald
Nachrichten aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Lübben richtet ersten Weimarer Dreiecktag aus
Partner aus Deutschland, Polen und Frankreich kommen zusammen
Der Landkreis Dahme-Spreewald hat am 14. Oktober den ersten Weimarer Dreiecktag des Landes Brandenburg ausgerichtet. In Lübben kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Polen und Frankreich sowie Kinder und Jugendliche zusammen. Zum Programm gehörten die Verleihung von drei Ehrennadeln, die Einweihung einer Europabank und Angebote zum Kennenlernen der Partnerländer.
Langjährige Partnerschaften als Grundlage
Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke. Im Mittelpunkt standen die kommunalen Partnerschaften und die Frage, wie europäische Zusammenarbeit vor Ort gestaltet werden kann. Der Landkreis arbeitet seit mehr als 25 Jahren mit dem polnischen Powiat Wolsztyński zusammen. Seit 2023 besteht zudem eine trilaterale Partnerschaftsvereinbarung mit der französischen Gemeinde Cabestany.
Die Partner verwirklichen gemeinsame Projekte in Jugend, Bildung, Kultur, Sport und gesellschaftlichem Austausch. Landrat Sven Herzberger betonte die Bedeutung persönlicher Begegnungen, gegenseitigen Vertrauens und gemeinsamer Verantwortung für diese Zusammenarbeit.
Auszeichnungen und ein Auftrag an die Kommunen
Bei der feierlichen Eröffnung verlieh Dieter Hackmann, Vorsitzender des Weimarer Dreieck e. V., drei Ehrennadeln des Weimarer Dreiecks. Ausgezeichnet wurden die Landräte Sven Herzberger und Jacek Skrobisz sowie Martin Wille, langjähriger Vorsitzender des Europavereins Dahme-Spreewald e. V. Die Ehrung würdigte ihr Engagement für europäische Verständigung und grenzüberschreitende Partnerschaften.
Hackmann forderte, das Weimarer Dreieck über die Zusammenarbeit der Außenminister hinaus in Städten, Gemeinden und Landkreisen mit Leben zu erfüllen. Die Kooperation in Dahme-Spreewald bezeichnete er als Beispiel dafür, wie eine europäische Idee vor Ort umgesetzt werden könne.
Grundschule übernimmt Patenschaft für Europabank
Am Ginkgobaum neben der Stadtbibliothek in Lübben wurde die erste Europabank eingeweiht. Ihre dreieckige Form symbolisiert die Verbundenheit Deutschlands, Polens und Frankreichs. Sie soll dauerhaft als öffentlicher Denk- und Begegnungsort dienen.
Die Patenschaft übernimmt die Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule Lübben. Herzberger übergab Schulleiterin Heike Werner und den Kindern die Patenschaftsurkunde. Erste Ideen für Schulprojekte mit den Partnerregionen Wolsztyn und Cabestany bestehen bereits. Weitere Europabänke sind in Luckau, Wildau und Zeuthen geplant.
Beim „Markt der Möglichkeiten“ stellten Kommunen, Vereine und europäische Initiativen ihre Projekte vor. FranceMobil, PolenMobil, kreative Mitmachaktionen und ein deutsch-polnisch-französisches Picknick richteten sich insbesondere an Kinder und Jugendliche.
Der polnische Landrat Jacek Skrobisz kündigte an, künftig auch im Powiat Wolsztyński einen entsprechenden Aktionstag ausrichten zu wollen.
Foto: LK Dahme-Spreewald
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