Das Baby ist da – und damit beginnt eine Beziehung zum Gesundheitssystem, die ein Leben lang hält. Nach Hebammen, Geburtshelfern und Kinderklinik werden Kinderarzt, Hausarzt, Therapeuten, Sanitätshaus und im Ernstfall das Krankenhaus wichtig. Für Familien ist deshalb nicht nur entscheidend, wie sicher die Geburt begleitet wird. Ebenso bedeutsam ist die Frage: Wer kümmert sich danach – heute und in zehn oder zwanzig Jahren? Die Frage ist oft mit Sorge verbunden – und das nicht ganz unbegründet. In vielen Teilen der Lausitz ist es mühsam, eine Hausarztpraxis zu finden, die neue Patienten aufnimmt. Besonders spürbar ist das für Jugendliche, die aus der kinderärztlichen Versorgung herauswachsen. Gleichzeitig altert die Ärzteschaft selbst – und schließt eine Praxis, müssen sich die vormals sicher versorgt geglaubten Patienten neu kümmern. Doch zur Wahrheit gehört auch: Die Region ist längst im Aufbruch und arbeitet intensiv daran, die medizinische Versorgung neu zu organisieren. Kommunen, Kassenärztliche Vereinigungen, Kliniken und nicht zuletzt die neue Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) suchen nach Lösungen. Der...
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