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Kolumnen

Lausitz-Mummy:  Elterndämmerung
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Lausitz-Mummy: Elterndämmerung

Der Schulstart liegt hinter uns, die Herbstferien liegen vor uns. Und damit haben wir auch jene Gruppentermine hinter uns gebracht, von denen ich vor 14 Jahren nicht wusste, wie unterhaltsam und zugleich nervenaufreibend sie sein können: Elternversammlungen, wahlweise auch Elternabend oder in Krippe und Kita noch Elternnachmittag. Ich habe bis heute nicht herausfinden können, warum diese Versammlungen umso früher beginnen, je jünger das Kind ist. Vielleicht, damit Mama den Zweijährigen trotz Elternnachmittag pünktlich 18 Uhr ins Bett legen kann? Meine Kinder lagen leider weder mit zwei Monaten noch mit zwei Jahren 18 Uhr im Bett. Vielleicht glauben Kitas auch, dass Eltern mit Kleinkindern von rücksichtsvollen Kollegen schon 15 Uhr in den Feierabend geschickt werden. Wie auch immer, irgendwann zwischen 16 und 19 Uhr bringen die Elternversammlungen gut 20 Menschen zusammen, die oft nichts anderes gemeinsam haben als ihr Elternsein. Und selbst darin klaffen die Vorstellungen mitunter weit auseinander. Eine meiner ersten und schönsten Erinnerungen reicht in die Kitazeit zurück: Die Erzieherinnen hatten sich tatsächlich die Mühe...
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Rolle rückwärts oder Blick nach vorn – die Bildungspolitik steht an einem Scheideweg.
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Denkanstöße zur Familienpolitik

Teil 2: Zwischen PISA-Krise und Nostalgie-Wahlkampf

Im September standen unsere Schulen so wie sonst selten im Fokus der Debatten. Neben der Veröffentlichung der PISA-Studie wurde nämlich in gleich drei Bundesländern gewählt – und da Bildung Ländersache ist, wurde hier auch besonders heftig gerungen. Schließlich geht es um nicht weniger als die Zukunft unserer Kinder – und damit um die Alltagsrealität vieler Familien. Was dabei jedoch verwundert: Die aktuellen Erkenntnisse des letzten Monats widersprechen nicht selten Parteiprogrammen, die eher auf stimmenfangende Augenwischerei als wirkliche Problemlösungen setzen. PISA-Krise – schon wieder Die Studie, welche in mehr als 90 Ländern vergleicht, wie gut 15-Jährige ihr Wissen anwenden können, zeichnet erneut ein ernüchterndes Bild für Deutschland: Sowohl in Mathe und im Lesen als auch in den Naturwissenschaften sind die Jugendlichen so schlecht wie noch nie seit Beginn der Erhebung vor 25 Jahren. Seit 2015 sinken die Leistungen kontinuierlich. Mittlerweile würde so jeder Dritte nicht mal mehr das grundlegende Kompetenzniveau beim Lesen erreichen. Diese Entwicklung lässt sich weltweit erkennen, betrifft Deutschland aber besonders...
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Dem Wolf auf der Spur
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Dem Wolf auf der Spur

Neue Dauerausstellung in der Wolfsscheune auf dem Erlichthof Rietschen

DIE LAUSITZ. WILDE GEGEND.
Was macht den Geruchssinn des Wolfes besonders? Wie hört sich der Wald mit Wolfsohren an? Und was sieht ein Wolf, wenn er durch sein Revier zieht? Antworten darauf gibt ab dem 17. Oktober 2026 die neu gestaltete Dauerausstellung in der Wolfsscheune auf dem Erlichthof Rietschen. Sie eröffnet feierlich am Lausitzer Wolfstag, dem 17.10.2026 um 10 Uhr und lädt von da an dauerhaft dazu ein, dem Wolf auf ganz neue Weise zu begegnen. Herzstück der Ausstellung ist eine Sinnesstation, die die Wahrnehmung des Wolfes für Besucherinnen und Besucher erlebbar macht. In einem stilisierten Wolfskopf zeigt ein Display mit Kopfhörern, wie ein Wolf seine Umgebung sieht und hört. Nämlich mit einem deutlich empfindlicheren Gehör und einem Blick, der vor allem auf Bewegung und Dämmerlicht spezialisiert ist. Wer wissen will, wie fein die Nase eines Wolfes arbeitet, findet an der Duftstation die Antwort. Ein Erlebnis, das zeigt, wie sehr der Wolf auf seine Sinne angewiesen ist. Neben der Sinneserfahrung widmet sich die Ausstellung der Biologie des Wolfes, seinem Sozialverhalten, seiner Rolle im Ökosystem und seiner Rückkehr nach Sachsen. Ebenso Raum...
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Lausitzer Wolfstag 2026
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Lausitzer Wolfstag 2026

Ein Tag für die ganze Familie rund ums Thema Wolf

Der Wolf wird hierzulande kontrovers, emotional und oft sehr subjektiv diskutiert. Dabei ist es wichtig, in einen konstruktiven Austausch zu treten und alle Seiten zu hören und zu verstehen. Genau hier setzt der Lausitzer Wolfstag am 17. Oktober 2026 auf dem Gelände des Erlichthofes Rietschen an: Hier wird der Wolf sachlich, fachlich und objektiv betrachtet. Von 10.00 bis 17.00 Uhr dreht sich auf dem Gelände mit den historischen Schrotholzhäusern alles um den Wolf. An Infoständen geht es um Biologie, Herdenschutz, Jagd und Bildungsarbeit. Wer tiefer einsteigen möchte, besucht die Fachvorträge oder begibt sich auf eine geführte Exkursion ins Wolfsgebiet und erhält so einen seltenen Einblick in einen Lebensraum, den man sonst kaum zu Gesicht bekommt. Ein Höhepunkt des Tages ist die Podiumsdiskussion: Vertreter aus Landwirtschaft, Jagd, Artenschutz und Tierschutz sitzen gemeinsam auf der Bühne und stellen sich den Fragen des Publikums. Hier geht es um Wege zur Koexistenz zwischen Mensch und Wolf und ein konstruktives Miteinander. Wer die Debatte bisher nur aus Schlagzeilen kennt, bekommt hier die Gelegenheit, Fachleuten direkt...
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Ein naturnaher Garten bietet zahlreichen Wildtieren – darunter dem Igel – ein sicheres und trockenes Quartier für den Winter.
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Ein Garten zum Einigeln

Tipps für das perfekte Wildtier-Winterquartier vor der Haustür

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, beginnt für viele Tiere die wichtigste Vorbereitungszeit des Jahres. Während wir uns auf gemütliche Abende im Warmen freuen, suchen Igel, Insekten, Kröten und viele andere Gartenbewohner nach einem sicheren Winterquartier. Wer im Herbst seinen Garten naturnah gestaltet und auf den Winter vorbereitet, kann mit wenig Aufwand vielen Tieren helfen – und spart dabei sogar Arbeit. Wildtiere auf der Suche nach Unterschlupf Der wohl bekannteste Winterschläfer in unseren Gärten ist der Igel. Im Herbst frisst sich der kleine Stachelträger Fettreserven an, bevor er sich ab November in sein Winterquartier zurückzieht. Dort verbringt er die kalte Jahreszeit schlafend und zehrt von seinen Reserven. Damit das gelingt, braucht er einen trockenen, geschützten und möglichst störungsfreien Unterschlupf. Doch nicht nur Igel sind im Winter auf Winterquartiere angewiesen: Wildbienen überwintern in hohlen Pflanzenstängeln oder kleinen Hohlräumen; Marienkäfer verstecken sich in Laubschichten oder unter Rinde; Kröten, Molche und Blindschleichen suchen frostfreie Plätze unter Laub, Totholz oder...
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Lausitz-Mummy: Zeitumstellung
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Lausitz-Mummy: Zeitumstellung

Im Oktober wird wieder an den Zeigern der Uhr gedreht, wobei ich fürchte, dass dies nur in wenigen Familien noch händisch gemacht wird. Die meisten Uhren stellen sich selber um und klassische, analoge Uhren mit Ziffernblatt scheinen mir eine aussterbende Spezies. Ob analog oder digital: Für uns heißt die herbstliche Uhrenumstellung, dass wir eine Stunde mehr Zeit haben für eine Lieblingsbeschäftigung unserer Wahl. Auch die Kinder. Das ist bei dem einen Lesen, beim anderen social media und bei der Dritten schlafen. Am Abend nach der Zeitumstellung stehen wir dann allerdings vor dem Problem, dass die neue Zu-Bett-Geh-Zeit nicht mehr mit der gewohnten übereinstimmt. Theoretisch müsste ich alle eine Stunde früher als üblich ins Bett stecken, was sie natürlich ziemlich blöd finden. Aber erfahrungsgemäß hat sich der neue Tag-Nacht-Rhythmus nach ein paar Tagen eingependelt. Viel anspruchsvoller ist für uns die Zeitumstellung zum Ende der Sommerferien. Mittlerweile sind alle unsere Kinder so alt, dass sie am Wochenende gern lange schlafen, was ich als leidenschaftliche Langschläferin sehr zu schätzen weiß. Das gilt natürlich umso mehr für...
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Als Gruppe fliegen Kraniche in der unverkennbaren V-Formation – mit einem erfahrenen Leitvogel an der Spitze und den Nachzüglern, welche vom Sog profitieren, den der Leitvogel mit seinem Flügelschlag erzeugt. Durch diese Flugformation sparen die Vögel bis zu einem Fünftel an Energie – ein entscheidender Vorteil auf ihrer beschwerlichen Reise.
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Vögel in Reiselaune

Zugvogel-Zeit in der Lausitz

Während für uns mit dem Sommer auch vorerst die Urlaubssaison endet, beginnt in der Tierwelt eine der spannendsten Reisezeiten. Millionen Vögel verlassen ihre Brutgebiete und ziehen vor Wintereinbruch in Richtung Süden. Nicht die Kälte selbst treibt sie fort, sondern vor allem der winterliche Futtermangel. Wo es in der kalten Jahreszeit an Nahrung mangelt, weichen Vögel in günstigere Regionen aus. Winter in der Heimat oder im Ausland? Ob ein Vogel den Winter im Süden verbringt, hängt von seinem Fressverhalten ab. Gerade Insekten werden im Winter rar, weshalb überwiegend insektenfressende Vögel in vielversprechendere Regionen abwandern. Körnerfresser wie der Spatz und die Kohlmeise finden hierzulande auch im Winter genügend Nahrung und machen es sich in der Heimat bequem. Einige Vogelarten sind bei der Wahl ihres Winterquartiers weniger entschlossen – ein Teil der Population fliegt nach Süden, während der Rest zu Hause bleibt. Mit dem Klimawandel und milderen Temperaturen im Winter entscheiden sich immer mehr Zugvögel, in ihrer Heimat zu überwintern. So verzichtet die Amsel als ursprünglicher Zugvogel nun fast gänzlich auf den...
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Zaun statt Gewehr
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Zaun statt Gewehr

Der richtige Weg zur Koexistenz von Wolf und Weidetier

Wohl jedes Kind und jeder Erwachsene kennt das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein. Wie bei Rotkäppchen kommt der Wolf in der Geschichte nicht gerade gut weg – er ist böse, hinterlistig und eine Gefahr für wehrlose Tiere. Dieses Märchenverständnis vom Wolf hat sich nachhaltig in unseren Köpfen verankert und wird in Politik-, Jagd- und Medienkreisen auch heute weiter aufrechterhalten, obwohl sich in der Realität ein ganz anderes Bild abzeichnet. Denn als die Wolfsregion schlechthin, beweist die Lausitz, dass das Zusammenleben von Wolf und Weidetier funktioniert und die sechs Geißlein mit vernünftigem Herdenschutz wohl gar nicht erst im Magen des Wolfes gelandet wären. Herdenschutz funktioniert Kaum eine andere Region in Deutschland verfügt über so viel Erfahrung im Zusammenleben von Wolf und Weidetier wie die Lausitz. Schließlich kehrten die ersten Wölfe hier bereits vor mehr als 20 Jahren zurück. Seitdem haben Tierhalter gelernt, wie sie ihre Weidetiere schützen können und was einen guten Schutz ausmacht. So stellen erfahrene Weidetierhalter sicher, dass ihre Herden mit einem ausreichend hohen Elektrozaun geschützt sind, der...
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Warum Pärchen immer mehr auf ihren Kinderwunsch verzichten – und wie sich dieser Trend in der Lausitz verändern könnte.
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Denkanstöße zur Familienpolitik

Teil 1: Die Geburtenrate und der Kinderwunsch

Diese neue Rubrik widmet sich ab sofort wichtigen Fragen für Familien, für die durch die Politik und die maßgeblichen Parteien ganz unterschiedliche Lösungen angeboten werden. Passend zum Titelthema dieser Ausgabe rund um Kaiserschnitt und Geburt schauen wir zur Premiere, wovon Geburtenrate und Kinderwunsch in Familien abhängig sind, welche politischen Maßnahmen Familien hier tatsächlich fördern – und ordnen die Familienpolitik der relevanten Parteien in unserem Land entsprechend ein. Geburten im Sinkflug In Deutschland klafft derzeit eine deutliche Lücke zwischen Wille und Wirklichkeit: Während Umfragen wie die renommierte FReDA-Studie (www.freda-panel.de) weiterhin einen hohen Kinderwunsch bei jungen Paaren messen, ist die tatsächliche Geburtenrate seit 2022 im freien Fall. Wurden 2021 bundesweit noch 1,61 Kinder pro Frau geboren, waren es 2025 nur noch 1,32 Kinder. Das ist umso dramatischer, da die heutige potenzielle Elterngeneration vorwiegend den ebenso geburtenschwachen Jahrgängen der 1990er-Jahre entstammt. Die absolute Zahl der Geburten in Deutschland fiel 2025 so auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit. Ein Trend,...
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