Elbe-Elster ehrt 68 Feuerwehrleute
Sie dienen seit 50, 60 oder 70 Jahren ehrenamtlich.
68 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Elbe-Elster sind am 16. Oktober für 50, 60 und 70 Jahre ehrenamtlichen Dienst ausgezeichnet worden. Im voll besetzten Refektorium Doberlug-Kirchhain erhielten sie Medaillen und Urkunden des Landes Brandenburg.
Landrat Marcel Schmidt würdigte die jahrzehntelange Einsatzbereitschaft und dankte den Geehrten persönlich sowie im Namen des Landkreises. Für ihn war es die erste Auszeichnungsveranstaltung dieser Art seit seinem Amtsantritt.
„Heute stehen Menschen im Mittelpunkt, die über Jahrzehnte Verantwortung übernommen haben. Menschen, die nicht lange fragen, wenn Hilfe gebraucht wird. Menschen, auf die sich andere verlassen können“, sagte Schmidt.
Die Geehrten hätten über viele Jahre Brände bekämpft, Menschen gerettet und bei Unfällen sowie Katastrophen geholfen. Zugleich hätten sie Verantwortung in ihren Wehren übernommen und Wissen an jüngere Generationen weitergegeben. Viele hätten nach der politischen Wende daran mitgewirkt, ihre Feuerwehren neu aufzustellen und weiterzuentwickeln.
Erinnerung an schwere Waldbrände
Der Landrat erinnerte an die Waldbrände der vergangenen Jahre, unter anderem in Kölsa-Rehfeld, in der Gohrischheide sowie in Breitenau und Kleinbahren. Diese Einsätze hätten gezeigt, wie wichtig gut ausgebildete und verlässlich zusammenarbeitende Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung seien.
Schmidt sprach auch die wachsenden Herausforderungen im Ehrenamt an. Es werde schwieriger, Nachwuchs zu gewinnen und Beruf, Familie sowie freiwilliges Engagement miteinander zu vereinbaren. Erfahrene Feuerwehrleute seien daher besonders wichtig, um Kenntnisse weiterzugeben und jungen Menschen Kameradschaft und Verantwortungsbewusstsein vorzuleben.
Landkreis und Kommunen stünden zugleich gemeinsam in der Verantwortung, moderne Technik, gute Ausbildung und verlässliche Bedingungen zu sichern. „Die beste Technik hilft uns wenig, wenn die Menschen fehlen, die sie einsetzen“, betonte Schmidt.
Sein Dank galt auch den Familien und Angehörigen, die über Jahrzehnte Verständnis für Einsätze, Übungen und die damit verbundenen Entbehrungen aufgebracht hätten.
Begegnungen und Erinnerungen
An der Feierstunde nahmen neben den Geehrten Vertreter der Kommunen und Feuerwehren teil. Dazu gehörten Claudia Sieber, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Liebenwerda, Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich, Kreisbrandmeister Steffen Ludewig, Doberlug-Kirchhains Stadtbrandmeister René Wunderlich und Kreisjugendwart Robby Richter vom Kreisfeuerwehrverband Elbe-Elster.
Das Trompetenensemble der Kreismusik- und Kunstschule „Gebrüder Graun“ unter Leitung von Thomas Brünnich gestaltete den musikalischen Rahmen. Nach der Übergabe der Auszeichnungen kamen die Gäste bei Essen und Getränken miteinander ins Gespräch, tauschten Erinnerungen aus und trafen frühere Weggefährten wieder.