Blaues Wunder soll erhalten bleiben
Kommunen und Denkmalbehörden planen zunächst die Sicherung.
Für das marode „Blaue Wunder“ nahe dem Lausitzring auf der Kippe Hörlitz gibt es eine neue Perspektive. Senftenberg, Großräschen und Schipkau haben sich als Eigentümerkommunen mit den Denkmalbehörden auf einen gemeinsamen Kurs verständigt. Der Schaufelradbagger soll zunächst gesichert und erhalten werden. Eine Verschrottung ist damit vorerst vom Tisch.
Grundlage ist das neue Gutachten eines Berliner Sachverständigenbüros. Demnach lässt sich das rund 4.000 Tonnen schwere Großgerät mit vergleichsweise einfachen Mitteln sichern und erhalten. Parallel wollen die Kommunen an einer langfristigen Lösung arbeiten. Dabei sollen auch touristische Ideen im Lausitzer Seenland geprüft werden.
Der Schaufelradbagger SRs 1500 wurde 1964 gebaut. Als erstes Gerät dieser Bauart aus Lauchhammer steht er für die regionale Maschinenbautradition. Zugleich erinnert die Landmarke an die industrielle und bergbauliche Vergangenheit der Lausitz.
Die Debatte über die Zukunft des Baggers läuft bereits seit Jahren. Wegen des fortschreitenden Verfalls und Vandalismus hatten die Eigentümerkommunen zeitweise auch eine Verschrottung erwogen. Schipkaus Bürgermeister Thomas Nützsche hat die Zukunft des Industriedenkmals nach seinem Amtsantritt zur Priorität gemacht und die beteiligten Stellen zusammengebracht.
„Zu den ersten Schritten gehört es, lose Teile zu sichern“, erklärt Nützsche. Außerdem werde geprüft, wie eine sichere Zufahrt geschaffen werden kann. Der derzeitige Weg führt über ein Sperrgebiet der LMBV.
Bis zur Sicherung bleibt das Gelände gefährlich, da sich Teile lösen und herabfallen können. „Daher bitten wir alle Besucher eindringlich darum, die Zaunanlage zu beachten und das Gelände keinesfalls zu betreten“, erklärt Schipkaus Bürgermeister.