Cottbuser Uniklinik erhält Zugang zu AOK-Daten
Ärzte und Forscher wollen gesundheitliche Risiken früher erkennen
Die Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem in Cottbus kann ab sofort Routinedaten der AOK Nordost für die Forschung nutzen. Möglich macht das eine Kooperation mit der Krankenkasse. Ärzte und Forschende wollen damit gesundheitliche Risiken erkennen und früher die passende Therapie für einzelne Patienten finden. Die Zusammenarbeit soll der Versorgung in der Lausitz zugutekommen – auch bevor Menschen im Krankenhaus behandelt werden.
Krankenkasse und Universitätsmedizin arbeiten zusammen
Die Kooperation bringt zwei Beteiligte mit unterschiedlichen Aufgaben zusammen: die AOK Nordost als Krankenkasse und die Cottbuser Universitätsmedizin als Ort der Behandlung und Forschung. Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eröffnet die Vereinbarung den Zugang zu den Routinedaten der AOK. Diese sollen als Grundlage für die Arbeit an besseren Diagnosen und Therapien dienen.
Dabei verbindet das Vorhaben die wissenschaftliche Nutzung von Gesundheitsdaten mit konkreten Fragen der Patientenversorgung. Welche gesundheitlichen Risiken lassen sich erkennen? Und wie kann für den einzelnen Menschen früher eine geeignete Behandlung gefunden werden? An diesen Zielen wollen die beteiligten Ärzte und Forschenden ihre Arbeit ausrichten.
Zeitpunkt und Auswahl der Therapie im Blick
Im Mittelpunkt steht der Anspruch, Patienten früher helfen zu können. Dazu gehört zunächst, gesundheitliche Risiken zu erkennen. Der Blick richtet sich damit nicht allein auf die Therapie, sondern auch auf die Schritte, die einer Behandlungsentscheidung vorausgehen. Bessere Diagnosen sind deshalb ebenso ein Anliegen der Zusammenarbeit wie bessere Therapien.
Bei der Behandlung selbst geht es um zwei miteinander verbundene Ziele: Eine geeignete Therapie soll früher gefunden werden und zum jeweiligen Patienten passen. Die Beteiligten wollen die Gesundheitsdaten nutzen, um diese Suche zu unterstützen. Der angestrebte Nutzen liegt damit sowohl im Zeitpunkt der Hilfe als auch in der Auswahl der Behandlung für den Einzelnen.
Die Lausitz als Versorgungsregion
Der regionale Bezug der Kooperation reicht über die Cottbuser Uniklinik hinaus. Die Partner wollen die Gesundheitsversorgung in der Lausitz verbessern. Ihr Anliegen umfasst ausdrücklich auch Hilfe, die Menschen bereits vor einer Behandlung im Krankenhaus erreicht.
Damit nimmt die Zusammenarbeit neben der individuellen Therapie auch die Versorgung außerhalb des Krankenhauses in den Blick. Die Forschung ist an der Medizinischen Universität angesiedelt; von ihren angestrebten Ergebnissen sollen Patienten in der Region profitieren.
Der Zugang zu den AOK-Routinedaten steht den Cottbuser Forschenden ab sofort zur Verfügung.