83,6 Millionen für OSZ in Forst
EU und Land fördern den Ausbau zum technischen Campus.
Das Oberstufenzentrum 1 Spree-Neiße in Forst (Lausitz)/Baršć (Łužyca) soll erneuert und erweitert werden. Dafür erhält der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa einen Zuschuss von 83,6 Millionen Euro. Auch das zugehörige Wohnheim wird in das Vorhaben einbezogen.
Der Standort soll zu einem Zukunftscampus für technische Berufsausbildung ausgebaut werden. Die Gesamtkosten liegen bei rund 100 Millionen Euro. Der Fördersatz beträgt 90 % der zuwendungsfähigen Kosten.
Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Just Transition Fund der EU-Förderperiode 2021 bis 2027. Rund 70 Millionen Euro stammen aus dem EU-Fonds. Weitere rund 13,7 Millionen Euro stellt das Land Brandenburg zur Kofinanzierung bereit.
Geplant sind die Erneuerung, Sanierung und Erweiterung des bestehenden Oberstufenzentrums und des Wohnheims. Schulungsräume, Werkstätten und Sozialbereiche sollen modernisiert, ausgebaut und technisch neu ausgestattet werden. Die Förderung umfasst außerdem IT, Lehrmittel sowie Gemeinschafts- und Sozialräume im Wohnheim.
Auch die Freiflächen auf dem Hauptcampus sollen neugestaltet werden. Hinzu kommt der Neubau eines Parkdecks.
Wirtschaftsministerin Martina Klement erklärt:
„Mit der Förderung geben wir der Lausitz einen wichtigen Impuls als Industrie- und Ausbildungsregion. Der Zukunftscampus Spree-Neiße schafft moderne Bedingungen für die technische Berufsausbildung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung vor Ort.“
Nach Angaben des Landes entstehen durch den Ausbau zusätzliche Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung, insbesondere in Elektronik und Mechatronik. Auch Studenten im dualen Elektrotechnikstudium sollen den Campus nutzen können.
Landrat Martin Heusler äußerte sich so:
„Für unseren Landkreis und die Lausitz zählt die Entwicklung des Zukunftscampus Spree-Neiße zu den größten Bildungsinvestitionen. In der Kreisstadt entsteht dabei der Hauptentwicklungsstandort im Bildungsbereich von Spree-Neiße als technologisch und wirtschaftlich aufstrebender Region.“
Mit den erweiterten Ausbildungsmöglichkeiten soll der steigende Bedarf an Fachkräften in der Lausitz unterstützt werden. Als Beispiel nennt die Mitteilung das Bahn-Instandsetzungswerk in Cottbus/Chóśebuz.