L.o Redaktion
Landtag ebnet Weg für Cottbuser Smart Store
Pläne für einen Nahversorger mit 24/7-Konzept werden möglich
Kleine automatisierte Supermärkte dürfen in Brandenburg künftig auch an Sonn- und Feiertagen öffnen. Der Landtag hat am 15.10.2026 das Ladenöffnungsgesetz entsprechend geändert. Die neue Regelung gilt für sogenannte Smart Stores mit höchstens 350 Quadratmetern, die an diesen Tagen ohne Personal auskommen müssen. In Cottbus gibt es unterdessen Pläne für einen neuen Nahversorger mit einem 24/7-Konzept in der Fürst-Pückler-Passage.
Sonntagsöffnung mit klaren Bedingungen
Die Gesetzesänderung eröffnet kleinen automatisierten Lebensmittelmärkten zusätzliche Verkaufstage. Entscheidend sind dabei sowohl die Größe des Geschäfts als auch der Betrieb: An Sonn- und Feiertagen darf kein Personal eingesetzt werden. Die Erlaubnis ist damit an konkrete Voraussetzungen gebunden und gilt für die beschriebenen kleinen Smart Stores.
Zugleich behalten die Gemeinden Einfluss auf die örtlichen Ladenöffnungszeiten. Sie können diese weiterhin per Verordnung einschränken. Die landesrechtliche Erlaubnis und mögliche kommunale Beschränkungen bilden damit gemeinsam den Rahmen für den Betrieb der automatisierten Geschäfte.
Bislang durften Verkaufsstellen in Brandenburg von Montag bis Samstag rund um die Uhr öffnen. Zusätzlich war eine Öffnung an bis zu sechs Sonn- oder Feiertagen pro Jahr möglich, sofern ein besonderer Anlass vorlag. Für die kleinen automatisierten Märkte schafft die Neuregelung nun eine zusätzliche Möglichkeit, auch an diesen Tagen Lebensmittel zu verkaufen.
Koalition setzt auf Versorgung, Verdi warnt
Die rot-schwarze Koalition verfolgt mit der Änderung vor allem das Ziel, die Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern. Automatisierte Supermärkte sollen dafür auch außerhalb der bisher zulässigen Verkaufstage zugänglich sein können. Die bessere Versorgung ist das erklärte Anliegen der Koalition.
Die Gewerkschaft Verdi hatte die Pläne kritisiert und vor einer Aufweichung des Sonntagsschutzes gewarnt. Damit stehen dem Versorgungsziel der Koalition gewerkschaftliche Bedenken gegen eine Ausweitung der Ladenöffnung gegenüber. Der Landtag hat die Änderung nun beschlossen.
Cottbuser Passage mit Plänen für 24/7-Markt
In Cottbus richtet sich der Blick auf die Fürst-Pückler-Passage am Hauptbahnhof. Seit 2019 gibt es dort keinen Supermarkt mehr. Für den Standort in der Spremberger Vorstadt bestehen Pläne, wieder einen Nahversorger anzusiedeln.
Vorgesehen ist ein Lebensmittelladen mit einem 24/7-Konzept. Damit treffen in Cottbus Überlegungen für einen rund um die Uhr zugänglichen Markt auf einen veränderten gesetzlichen Rahmen für kleine automatisierte Geschäfte in Brandenburg.
Für die Sonntagsöffnung solcher Smart Stores bleiben die Flächenbegrenzung, der Betrieb ohne Personal und mögliche örtliche Einschränkungen maßgeblich.
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