Lausitz hofft auf weitere Investoren aus Japan
Fuji in Golßen zeigt die bestehenden Verbindungen nach Japan
Kommt nach Fuji Oil ein weiteres japanisches Unternehmen in die Lausitz? Neue Investoren zu gewinnen, ist eines der Ziele einer Japan-Reise von Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement. Vom 24. bis zum 31. Oktober reist sie mit Germany Trade and Invest und der Wirtschaftsförderung Brandenburg nach Japan. Zugleich will die Delegation bestehende Investitionen im Land sichern.
Fuji in Golßen als bestehende Verbindung
Mit der Fuji Brandenburg GmbH in Golßen gehört bereits ein japanisches Unternehmen zur Wirtschaftslandschaft der Lausitz. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), Dr. Steffen Kammradt, nennt Fuji Oil als eines der Beispiele für das Engagement japanischer Investoren im Land. Die Verbindung zwischen dem Standort in Brandenburg und dem japanischen Mutterhaus steht exemplarisch für die Beziehungen, die die Delegation pflegen will.
Neben Fuji gehören Takeda Pharmaceuticals in Oranienburg und Yamaichi Electronics in Frankfurt (Oder) zu den Unternehmen mit japanischem Hintergrund in Brandenburg. Nach Angaben Kammradts zählt Japan zu den Top 10 der internationalen Investoren in Brandenburg. Die WFBB erfasst derzeit 10 Investitionen aus Japan. Kammradt schreibt diesen Investoren einen wichtigen Anteil an der positiven industriellen Entwicklung des Landes zu.
Konzernzentralen sollen für Standorte gewonnen werden
Im Mittelpunkt der Reise stehen Veranstaltungen zur Investorengewinnung und Besuche bei japanischen Unternehmen, die bereits Standorte in Brandenburg betreiben. Für die Lausitz verbindet sich damit die Frage, ob aus bestehenden Kontakten weitere Projekte entstehen können. Die Landesregierung verfolgt dabei zwei Ziele: vorhandene Investitionen langfristig zu sichern und zusätzliche Unternehmen für Brandenburg zu gewinnen.
Die WFBB setzt dafür auf ihre sogenannte „Mutterhaus-Strategie“. Landespolitik und Wirtschaftsförderung suchen die Konzernzentralen auf, deren Tochtergesellschaften in Brandenburg tätig sind. Kammradt verspricht sich von diesen Gesprächen bessere Chancen für Brandenburg, wenn Unternehmen über neue Projekte und Investitionen entscheiden. Die Besuche sollen damit die Beziehungen zu den Entscheidungsträgern in Japan stärken.
Strukturwandel und politische Gespräche
Durchgeführt wird die Reise im Rahmen des Programms zur Internationalisierung der Regionen im Strukturwandel (ISW). Mit Germany Trade and Invest ist auch die deutsche Außenwirtschaftsförderung beteiligt. Zum Programm gehören außerdem politische Gespräche sowie ein Besuch in Saitama, der japanischen Partnerregion Brandenburgs.
Klement begründet die Reise auch mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage und geopolitischen Herausforderungen. Gerade unter diesen Bedingungen hält sie internationale Werbung für den Standort Brandenburg für besonders wichtig. Die langjährige Zusammenarbeit mit Japan will sie nutzen, um wirtschaftliche Beziehungen auszubauen.
Für die Lausitz ist Fuji in Golßen dabei ein bestehender Anknüpfungspunkt für weitere Kontakte nach Japan.