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Minister und Ministerin besuchen Medizin-Uni
Wissenschaftsministerin und Gesundheitsminister besuchen MUL – CT
Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und Gesundheitsminister René Wilke haben am 13. Oktober 2026 die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus besucht. Im Rahmen der Kabinett-vor-Ort-Sitzung besichtigten sie das neue CT im Institut für Radiologie und Neuroradiologie, das im Zuge der Innovationspartnerschaft mit Siemens Healthineers angeschafft wurde.
Erste Studierende beginnen im Wintersemester
Der Besuch folgte auf die Immatrikulationsfeier am Sonntag. Im Wintersemester 2026/27 starten die ersten 38 Studierenden. Schüle bezeichnete diesen Schritt als Zäsur von einer Hochschule in Gründung zu einer lebendigen Universität. Die MUL ist Brandenburgs erste und einzige staatliche Universitätsmedizin und zugleich das größte Krankenhaus der Region.
Nach Angaben der Wissenschaftsministerin sind derzeit 20 Professuren besetzt, fast monatlich komme eine hinzu. Bis 2040 sollen an der MUL 1.200 Studierende der Humanmedizin ausgebildet werden. Schüle betonte beim Besuch das Ziel, Krankenversorgung, Lehre und Forschung auch künftig nahtlos miteinander zu verbinden.
Versorgung und Forschung als gemeinsame Aufgaben
Wilke hob die Bedeutung der Universität für die gesundheitliche Versorgung in der Lausitz hervor. Digitalisierung, Gesundheitssystemforschung und die Kooperation mit anderen Gesundheitsfachberufen stünden im Mittelpunkt des Studiums. Damit leiste die Universität nach seiner Einschätzung einen Beitrag zur Qualität der medizinischen Behandlung.
Der MUL-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel bezeichnete die politischen Entscheider als Partner beim Aufbau der Universität. Gemeinsam mit den Akteuren der Region wolle die MUL das Gesundheitssystem in der Lausitz neu aufstellen. Nagel verwies dabei auf Forschung, Lehre, Digitalisierung und Versorgungskonzepte, die sich am Bedarf der Menschen orientieren sollen.
Die Universität bildet den Kern eines digital unterstützten Netzwerks von Akteuren aus Gesundheit und Pflege in der Modellregion Gesundheit Lausitz. Ihre Forschung soll auch zur Modernisierung des Gesundheitssystems in ganz Deutschland beitragen. Künftig sind zudem die drei Masterstudiengänge Advanced Nursing Practice, Medical Data Science und Gesundheitssystemwissenschaften vorgesehen.
Milliarden für den Aufbau bis 2038
Gegründet wurde die MUL am 1. Juli 2024, als das Carl-Thiem-Klinikum von kommunaler in Landesträgerschaft wechselte. Im Vollausbau sind perspektivisch jährlich rund 200 Erstsemester-Studienplätze, 80 Professuren und 1.300 zusätzliche Stellen für Forschung und Lehre geplant.
Die Gesamtkosten für den Aufbau bis 2038 betragen rund 3,7 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte trägt der Bund im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen.
Mit dem ersten Studienjahrgang beginnt die Ausbildung an der MUL; der weitere Ausbau von Studienplätzen, Professuren und Stellen ist geplant.
(Foto: MUL - CT)
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