Dokumente zu Finsterwaldes Grün
Fotos und Pläne zeigen Grünanlagen der 1930er-Jahre.
Historische Fotografien, ein Plan und ein Gemälde zur Entwicklung der Finsterwalder Grünanlagen sind künftig im Sänger- und Kaufmannsmuseum zu finden. Roland Rückert, Enkel des früheren Stadtgärtners Rudolf Peters, übergab die Dokumente aus dem Besitz seiner Mutter Inken Rückert an das Museum.
Die Unterlagen geben Einblicke in die Gestaltung städtischer Grünflächen vom Ende der 1920er- bis in die 1940er-Jahre. Besonders anschaulich zeigen die Fotografien den damaligen Zustand des Schlossparks. Sie dokumentieren eine von Rudolf Peters geprägte Parkgestaltung, die heute nicht mehr erhalten ist.
Plan zeigt den Friedenshain
Zu den übergebenen Zeugnissen gehört ein großformatiger Plan für den Friedenshain mit dem Tellerberg in der Bürgerheide. Er zeigt die damaligen Vorstellungen für die Gestaltung dieses Bereichs und ergänzt die historischen Aufnahmen. Weitere Fotos dokumentieren die Entstehung der Grünanlagen am städtischen Wasserturm und am Schillerplatz.
Rudolf Peters war von 1929 bis Juni 1944 als Stadt- und Friedhofsgärtner in Finsterwalde tätig. Unter seiner Leitung entstanden neben dem Schlosspark unter anderem die Grünanlage am Wasserturm, der Friedenshain und weitere städtische Freiflächen. Der Schlosspark wurde um 1931 angelegt und um 1935 erneut umgestaltet.
Peters stammte aus Mecklenburg. Nach seinen Lehr- und Wanderjahren kam er über eine Anzeige in einer Gartenzeitung nach Finsterwalde. Er starb 1945 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.
Mit der Übergabe bleiben die bislang privat aufbewahrten Quellen dauerhaft erhalten. Sie erweitern die Sammlung des Sänger- und Kaufmannsmuseums und bieten neue Möglichkeiten, die Garten- und Stadtgeschichte Finsterwaldes zu erforschen und zu vermitteln.