Zwei Gaskraftwerksblöcke für Boxberg
Die LEAG erhält Zuschläge für insgesamt rund 910 Megawatt.
Die LEAG hat bei Ausschreibungen des Bundes Zuschläge für zwei neue Gaskraftwerksblöcke am Standort Boxberg erhalten. Zusammen sollen die Anlagen eine Leistung von rund 910 Megawatt erreichen.
Landrat Dr. Stephan Meyer begrüßt die Entscheidung. Für ihn stärkt sie die Perspektiven des Energiestandortes und der Beschäftigten nach dem Kohleausstieg. „Der Zuschlag macht einmal mehr deutlich: Der Landkreis Görlitz ist und bleibt Energielandkreis!“, erklärt Meyer.
Die neuen Blöcke sollen flexibel Strom erzeugen, wenn Wind- und Solaranlagen nicht genügend Energie liefern. Damit sollen sie zur Versorgungssicherheit für Wirtschaft und Bevölkerung beitragen. Perspektivisch ist vorgesehen, die Anlagen auf den Betrieb mit Wasserstoff umrüsten zu können. Damit verbindet sich auch die Chance, eine regionale Wasserstoffwirtschaft aufzubauen.
Für die Weiterentwicklung des Standortes stehen bereits Netzinfrastruktur, Kraftwerksflächen und energiewirtschaftliches Fachwissen zur Verfügung. So sollen vorhandene Kompetenzen und Beschäftigungsperspektiven erhalten bleiben.
Der Landkreis Görlitz arbeitet zudem gemeinsam mit der LEAG und den Kommunen im Norden des Kreisgebietes daran, im Rahmen des Net Zero Valley Lausitz ein Industriegebiet zu entwickeln. Dort sollen neben einer modernen Energieversorgung weitere Industriearbeitsplätze entstehen.
„Boxberg soll auch nach dem Kohleausstieg ein bedeutender Energie- und Industriestandort bleiben. Der heutige Zuschlag ist dafür ein wichtiger Schritt und ein ermutigendes Signal für die gesamte Region“, sagt Meyer.
Nach Angaben des Landkreises wurden die Ausschreibungsregeln angepasst. Dadurch wurde ein Drittel der ausgeschriebenen Kraftwerkskapazitäten bevorzugt im Norden und Osten Deutschlands berücksichtigt. Dafür hatten sich Sachsen und weitere ostdeutsche Länder eingesetzt.