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Sorbische Kammerphilharmonie in Bautzen
Sinfoniekonzert mit Werken von Polinskiy, Roy und Beethoven
Die Sorbische Kammerphilharmonie lädt am Donnerstag, dem 11. Dezember 2025, um 19.30 Uhr zu einem besonderen Sinfoniekonzert in das große Haus des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen ein. Unter der musikalischen Leitung ihrer Chefdirigentin Katharina Dickopf stellt das Orchester ein abwechslungsreiches Programm vor, das Werke von Alexander Polinskiy, Heinz Roy und Ludwig van Beethoven umfasst.
Den Auftakt bildet „Das Geheimnis“ des jungen Komponisten Alexander Polinskiy (Jahrgang 2008). Das Werk zeichnet sich durch eine eindringliche, poetische Klangsprache aus und wurde im Rahmen der neuen Kooperation zwischen dem Sorbischen National-Ensemble und der Orchesterwerkstatt Halberstadt ausgezeichnet. Nach seiner Uraufführung in Halberstadt erlebt es nun in Bautzen seine zweite Aufführung.
Im Anschluss ist Robert Oberaigner, Soloklarinettist der Sächsischen Staatskapelle Dresden, als Solist im Konzert für Klarinette und Orchester h-Moll op. 122 des sorbischen Komponisten Heinz Roy (1927–2019) zu hören. Das Werk verbindet virtuose Anforderungen mit großer emotionaler Tiefe und gehört zu den bedeutenden Kompositionen des 20. Jahrhunderts aus der Region.
Den Abschluss des Abends bildet Ludwig van Beethovens vollständige Bühnenmusik zu Goethes „Egmont“ op. 84 für Sopran, Sprecher und Orchester – ein Werk, das in dieser vollständigen Fassung nur selten in Konzerten zu erleben ist. Auch ohne szenisches Spiel entfaltet die Musik ihre dramatische Wucht und wirkt als eindringliches Plädoyer für Freiheit, Würde und Menschlichkeit. Die Sopranpartie übernimmt Yvonne Prentki, den Sprecherpart Peter Ziesch, Schauspieler am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen.
Chefdirigentin Katharina Dickopf betont die inhaltliche Tiefe des Konzertprogramms: „Es ist spannungsvoll, wie in allen drei Werken im Kontrast die Freiheit des Geistes und Bedrohungen von Freiheit zum Ausdruck kommen. Schonungslos brechen die Schatten der Realitäten klanglich hervor, es entstehen Traumzustände, die nach Befreiung suchen und dabei flüchtige Momente von kaum fassbarer Schönheit beschwören. In Beethovens Schauspielmusik zu Goethes ‚Egmont‘ bündelt sich all dies in einem erlösenden Traummoment, in dem die Freiheit des Geistes schließlich triumphiert.“
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