Nachrichten aus dem Landkreis Spree-Neiße
Erinnern, Gedenken, Verantwortung übernehmen in Spremberg
Veranstaltungen zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus finden am Dienstag, 27. Januar 2026, in Spremberg/Grodk mehrere Gedenk- und Informationsveranstaltungen statt.
Am Vormittag werden zwei stille Kranzniederlegungen durchgeführt:
Um 10:00 Uhr an der Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus auf dem Georgenberg sowie um 10:30 Uhr am Gedenkstein Gosda auf dem Waldfriedhof. Veranstalter der Kranzniederlegungen ist die Stadt Spremberg/Grodk.
Seitens des Veranstalters wird darauf hingewiesen, dass es ausschließlich dem Veranstalter, Körperschaften des öffentlichen Rechts, Religionsgemeinschaften, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. sowie der Stadtverordnetenversammlung und deren Teilen gestattet ist, Kränze oder Blumengebinde mit Inschrift niederzulegen. Kränze oder Blumengebinde von Dritten sind nur ohne Inschrift zulässig. Ausnahmsweise sind allgemeine Gedenkinschriften ohne Bezug auf eine bestimmte Gruppierung oder Vereinigung erlaubt.
Am Abend findet um 18:30 Uhr im Spreekino Spremberg eine öffentliche Lesung mit der Zeitzeugin Irene Bindel statt. Bereits am Vormittag liest Irene Bindel für Schüler des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums sowie der Berufsorientierenden Oberschule (BOS).
Irene Bindel liest aus ihrem autobiografischen Buch „Wassermilch & Spitzenwein“, in dem sie ihre persönlichen Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus schildert. Als Zeitzeugin gibt sie eindrückliche Einblicke in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte und zeigt die Folgen von Ausgrenzung, Entrechtung und Antisemitismus für das Leben einzelner Menschen auf.
Gefördert wird die Lesung unter anderem durch den AWO Bezirksverband Brandenburg Süd e. V., der im Rahmen seines Leitbildes Demokratie fördert und klar Position gegen Antisemitismus bezieht. Weitere Unterstützung erhält die Veranstaltung durch das Aktionsbündnis Brandenburg, das sich landesweit gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus engagiert.
Organisiert wird die Veranstaltung von #unteilbar Spremberg, einem zivilgesellschaftlichen Bündnis, das sich für Solidarität, Menschenwürde, Vielfalt sowie gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung einsetzt. Ziel ist es, demokratische Werte im Alltag sichtbar zu machen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu stärken.
Die Abendlesung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, der Eintritt ist frei.
Gemäß der Beflaggungsordnung des Landes Brandenburg sowie dem Beschluss G/VIII/25/0372-1 der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Spremberg/Grodk erfolgt am Gedenktag vor dem Rathaus eine Trauerbeflaggung auf Halbmast.
Archivfoto (2025): Stadt Spremberg/Grodk
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