Kultur aktuell
Lausitzer Weltenbummler zwischen Cottbus und den Kontinenten
Dokumentarfilm von Kai-Uwe Kohlschmidt: Premiere in Berlin und Cottbus
Mit „Das Nomadische Gen“ bringt einer der vielseitigsten Künstler aus der Lausitz Anfang 2026 einen Dokumentarfilm ins Kino, der weit über lokale Grenzen hinausreicht – und doch tief in der Wurzel des Regisseurs verankert ist: in seiner Herkunft und seinem unbändigen Forschergeist.
Geboren in Cottbus, verwurzelt in der Lausitz
Kai-Uwe Kohlschmidt (*1968) wuchs in Cottbus auf. Bereits 1982 gründete er mit Chris Hinze die Band Sandow und prägte damit über Jahrzehnte die ostdeutsche Kulturszene – nicht nur musikalisch, sondern auch als akustischer Chronist gesellschaftlicher Prozesse.
Als Lausitzer versteht Kohlschmidt, was Heimat bedeutet – und wie sie sich im Weltgeschehen spiegelt. Nach Stationen als Komponist (unter anderem für Tatort und Polizeiruf 110) und Sound-Macher für Hörspiel und Feature ist er seit 2020 verstärkt als Dokumentarfilmregisseur aktiv.
„Das Nomadische Gen“ – ein Film, der von Fernweh und Identität erzählt
Sein neuester Film Das Nomadische Gen, uraufgeführt beim Cottbuser Filmfestival im November 2025, nimmt das Publikum mit auf eine Reise rund um den Globus – von den Regenwäldern Venezuelas über die Arktis bis in die Wüsten Australiens und Nordamerikas. Zehn Expeditionen der interdisziplinären Künstlergruppe Mangan25, mit der Kohlschmidt seit vielen Jahren arbeitet, bilden das filmische Grundgerüst, um der Frage nachzugehen, ob im Menschen ein nomadisches Erbe steckt und wie dieses mit Entdeckerlust, Flucht oder spiritueller Suche verbunden ist.
Diese globale Perspektive steht in einem spannenden Kontrast zu seiner Lausitzer Herkunft: Von Brandenburg aus blickt Kohlschmidt hinaus in die Welt – und bringt gleichzeitig die erzählten Geschichten wieder zurück in unsere lokalen Diskurse über Identität, Bewegung und Zugehörigkeit.
Premieren im Kino: Weltspiegel Cottbus am 13.Februar
Die Kinopremiere von Das Nomadische Gen findet am 11. Februar 2026 im Kino Babylon Berlin statt, gefolgt von einer regionalen Aufführung im Cottbusser Weltspiegel am 13. Februar 2026.
Mit diesem Film setzt Kohlschmidt ein starkes Zeichen – für intensive körperliche und geistige Reiseerfahrungen, aber eben auch für einen Denkanstoß aus der Heimat heraus, der weit trägt.
Link zum Trailer: https://vimeo.com/1024426816
„Das ist ein Kino-Dokumentarfilm! Es sind ganz tolle Kinobilder!“
Knut Elstermann
Regie: Kai-Uwe Kohlschmidt
Schnitt: Isabel Neyses Kamera: Momo Kohlschmidt, Gerhard Baur, Arta Adler, Tom Franke Erzähler: Arta Adler, Momo Kohlschmidt, Kai-Uwe Kohlschmidt
Sprecher: Alexander Scheer, Wolfgang Wagner, Alexander Beyer, Urs Rechn und Gero Bergmann Das Nomadische Gen D 2025 (OmU) 115min
www.kaiuwekohlschmidt.de
www.Mangan25.de
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