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Landkreis Elbe-Elster erhält Public Marketing Award
Bundesweite Auszeichnung für Projekt „Elbe-Elster Apfelkorn“
Elbe-Elster ist beim bundesweiten Public Marketing Award 2025 ausgezeichnet worden – als erster Landkreis in Deutschland. Prämiert wurde das Projekt „Elbe-Elster Apfelkorn – ein regionales Brot für Zusammenhalt und gute Zwecke“, das zeigt, wie der Landkreis seine Stärken sichtbar macht und regionale Partner zusammenführt.
Bundesweite Auszeichnung in HamburgDie Preisverleihung des Public Marketing Award 2025 fand am Donnerstag, 12.02.2026, in Hamburg statt. Der Award ist ein Branchenpreis des Fachmagazins PUBLIC MARKETING für Marketing- und Kommunikationsarbeit der öffentlichen Hand und wird 2025 zum ersten Mal vergeben.
Der Landkreis Elbe-Elster wurde in der Kategorie „Engagement“ ausgezeichnet. Im eingereichten Profil war Elbe-Elster zudem als Finalist in den Dimensionen Originalität, Nachhaltigkeit, Design und Storytelling gelistet.
Bewertet wurden insgesamt 31 nominierte Kampagnen durch eine 17-köpfige Fachjury aus Agentur- und Beratungsexperten für den öffentlichen Sektor. Unter den Finalisten war Elbe-Elster der einzige Landkreis in einem Feld, das vor allem von Stadtmarketing- und Tourismusorganisationen, Ministerien und bundesweiten Institutionen geprägt war.
Marketing als Teil der Standortentwicklung„Wir haben uns in einem Feld mit 31 nominierten Kampagnen behauptet, bewertet von einer 17-köpfigen Fachjury aus Agentur- und Beratungs-Experten für den Public Sector – also genau da, wo normalerweise die großen Namen abräumen. Auf den Shortlists standen wir dabei neben Schwergewichten wie Berlin - Partner für Wirtschaft und Technologie, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat, dem Deutschen Theater Berlin, Thüringer Tourismus, Rheinland-Pfalz Tourismus oder Tourismus NRW“, sagt Janine Niederstraßer, Marketingkoordinatorin des Landkreises Elbe-Elster.
Mit der Auszeichnung rückt nicht nur das einzelne Projekt, sondern auch die dahinterliegende Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises in den Fokus. Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, Themen verständlich zu machen und regionale Stärken, Akteure und Ideen so zu kommunizieren, dass sie erkannt und unterstützt werden können.
Marketing wird im Landkreis Elbe-Elster als strategisches Instrument verstanden: mit klaren Geschichten, einheitlicher Gestaltung, passenden Kanälen und verlässlichen Abläufen. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei dem Thema Nachhaltigkeit zu – nicht als Etikett, sondern als Prinzip für Entwicklung, Kommunikation und langfristige Tragfähigkeit von Projekten.
„Wo Menschen verstehen, worum es geht, entsteht Orientierung. Wo Projekte sichtbar werden, entstehen Mitmacher. Wo Engagement eine Bühne bekommt, wächst Stolz. So ist Sichtbarkeit dann kein Selbstzweck, sondern eine echte Standortfrage“, sagt Janine Niederstraßer.
Auch Landrat Christian Jaschinski ordnet die Auszeichnung in eine längerfristige Entwicklung ein:
Das Projekt „Elbe-Elster Apfelkorn“„Im Kern steht eine Haltung, die man in Elbe-Elster schnell spürt: Hier gibt es diese stabile Zuversicht in die eigene Region. Nicht als Spruch, sondern als Erfahrung. Weil Menschen Dinge auf die Beine stellen. Weil Vereine tragen. Weil Unternehmen investieren. Weil Nachbarschaften funktionieren. Weil Ideen nicht nur gedacht, sondern gemacht werden. Ich verstehe Marketing als Teil unserer Wirtschaftsförderung und als Schlüssel zur Standortstärkung. Gerade aus diesen Gründen haben wir uns diesem Thema in den letzten Jahren mit voller Ernsthaftigkeit verschrieben. Und genau deshalb ist das kein Zufallstreffer, wenn ein Projekt gelingt. Es ist das Ergebnis von kontinuierlicher Arbeit: über Jahre hinweg, Schritt für Schritt, Kampagne für Kampagne, Format für Format – immer mit der gleichen Frage: Wie machen wir das so sichtbar, dass es ankommt?“
Das ausgezeichnete Projekt „Elbe-Elster Apfelkorn“ ist ein regionales Gemeinschaftsprodukt. Es geht zurück auf die Idee von Brotsommelier Paul Müller aus Rückersdorf. Er entwickelte ein Brot, das regionale Verbundenheit und gemeinnützige Zwecke verbindet, und wandte sich damit an die Marketingkoordinatorin des Landkreises, Janine Niederstraßer.
Parallel zur Rezeptur wurden gemeinsam mit dem Landkreis Name, Geschichte und ein einheitlicher Auftritt erarbeitet und markenrechtlich geschützt. Die Werbeagentur Die Piktografen aus Finsterwalde unterstützte die Designkonzeption. Die ElsterWerke in Herzberg, ein Inklusionsbetrieb, produzieren die Banderolen für das Brot.
Nach der Finalisierung der Rezeptur wurde das Netzwerk schrittweise erweitert. Beteiligt sind derzeit unter anderem:
- Bäckerei Dorn (Wahrenbrück)
- Brot-Graf (Herzberg)
- Bäckerei Harnisch (Schönborn)
Jede Bäckerei bringt ihre eigene Handschrift ein, gleichzeitig sorgt der gemeinsame Auftritt für Wiedererkennbarkeit.
Von Beginn an ist ein gemeinnütziger Mechanismus verankert: Pro verkauftem Laib wird ein regionaler Zweck unterstützt. Ergänzend engagiert sich unter anderem der Vertriebspartner Raiffeisen Bau- und Gartenmarkt in Herzberg.
Flankierend wurde das Apfelkorn in weitere Formate übertragen, zum Beispiel:
- in die Gastronomie, etwa im Gasthaus Stuckatz in Dollenchen
- in Bildungsangebote wie Workshops an Schulen zur Lebensmittelwertschätzung
- in Kooperationen mit regionalen Partnern rund um Streuobst und Biodiversität, unter anderem mit dem Verein Kerngehäuse – Verein zur Förderung von Streuobst
Damit verbindet das Projekt regionale Wertschöpfung, soziales Engagement und Umweltaspekte.
Frühere Auszeichnungen des LandkreisesDie aktuelle Ehrung reiht sich in eine Serie von Preisen für Projekte aus dem Landkreis Elbe-Elster ein. Bereits 2017 wurde der „Lutherpass“ ausgezeichnet – mit dem MarketingAward „Leuchttürme der Tourismuswirtschaft“ des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und dem pro agro Marketingpreis (1. Platz, Kategorie Land- und Naturtourismus).
2019 erhielt der Lutherpass zusätzlich den Tourismuspreis des Landes Brandenburg in der Kategorie Zielgruppen und Märkte.
2023 folgte der pro agro Marketingpreis (1. Platz, Land- und Naturtourismus) für die Elbe-Elster Heimathäppchen. 2024 gewann das Elbe-Elster Apfelkorn denselben Preis in der Kategorie Direktvermarktung.
Wie es mit dem Apfelkorn weitergehtDas Projekt „Elbe-Elster Apfelkorn“ hat bereits mehrere Entwicklungsphasen durchlaufen. Die nächste ist in Vorbereitung: Landrat Christian Jaschinski, Marketingkoordinatorin Janine Niederstraßer, Brotsommelier Paul Müller und Markus Weise, Geschäftsführer der F60 Concept GmbH, sind dazu im Gespräch.
Geplant ist, das Apfelkorn auf der F60, dem „liegenden Eiffelturm der Lausitz“, in den Fokus zu rücken. Ziel ist es, dort einen besonders großen Brotverkauf auf die Beine zu stellen und damit die Idee des regionalen Gemeinschaftsprodukts weiter bekannt zu machen.
Der aktuelle Preis steht damit stellvertretend für den Anspruch des Landkreises Elbe-Elster, vorhandene Stärken sichtbar zu machen – für Bürger, Partner, Fachkräfte und für die Wahrnehmung über die Region hinaus.
Foto: Klaus Knuffmann
Foto: LKEE/ Marketing
Foto: LKEE/ Marketing
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