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News & Nachrichten aus der Lausitz

Neue Studie zur sorbischen Sprache in der Oberlausitz

Befragung zu Bedeutung und Nutzung von Sorbisch

Bautzen (BZ)
Donnerstag 12. Februar 2026
Oberlausitz
3 min
Kategorie:
Sorbisch aktuell

Zdźělenka medijam, Budyšin, 12.02.2026

Start studije "Serbska rěč w našej regionje" - reprezentatiwne naprašowanje wo wuznamje hornjoserbšćiny w serbskim sydlenskim rumje w Sakskej

Kotry wuznam ma serbšćina za wobydlerjow Hornjeje Łužicy? Tute a dalše prašenja ma reprezentatiwna studija projekta ZARI wotkryć, kotraž so wot póndźele, 16.02.2026 přewjedźe. Podobne a přirunajomne přepytowanje je so posledni raz před něhdźe 40 lětami přewjedło. Aktualne a wědomostnje wobkrućene daty wo situaciji hornjoserbšćiny dotal njepředleža.

Dr. Cordula Ratajczakowa je nawodnica za rěčne slědźenje w projekće ZARI a ma cyłkownu wědomostnu zamołwitosć za studiju. „Efektiwna rěčna politika a naslědne spěchowanje serbskeje rěče měło na woprawdźitej potrjebje bazować. Studija skići za to spušćomny zakład datow“, měni kulturna wědomostnica. Ju podpěra mjez druhim sociolinguistika prof. dr. Nicole Dołowy.

Zaměr studije "Serbska rěč w našej regionje" je wědomostne dopóznaća wo rozšěrjenju, nałožowanju a nastajenju k hornjoserbskej rěči w serbskim sydlenskim rumje Sakskeje zdobyć. Tak maja so mjez druhim wosobinske poćahi k serbšćinje, indiwidualne nazhonjenja, rěčne znajomosće, móžnosće přiswojenja rěče kaž tež wuhlady do přichoda rěče wotmołwjeć.

Daty zběraja so w Budyšinje a Wojerecach. Při tym podpěra institut za wične slědźenje DIMA z Mannheima. Nimo toho sobudźěłaćerjo projekta ZARI naprašniki w dalšich wuzwolenych reprezentatiwnych komunach ze šěsć regionow wosobinsce rozdźěla. Rozsudne za reprezentatiwnosć přepytowanja je wobdźělenje wšitkich, kotřiž so narěča – wšojedne, hač serbsce rěča abo nic. Iniciatorojo proša tuž wuraznje, zo so kóždy, kotryž list abo naprašnik dóstanje, tež wobdźěli. Wobdźělenje je dobrowólne a naprašowanje přewjedźe so anonymnje. Studiju chcedźa zamołwići w prawidłownych wotstawkach wospjetować, zo móhli wuwića dołhodobnje přirunować.

Dalše informacije: https://zari-domowina.de/forschung/studie26/.

Syć za serbsku rěč a regionalnu identitu – ZARI je projekt w nošerstwje Domowiny –Zwjazka Łužiskich Serbow. Zaměr projekta je rewitalizacija hornjoserbšćiny. ZARI spěchuje Załožba za serbski lud we wobłuku programa "Serbska rěč a kultura w strukturnej změnje" přez zwjazkowe ministerstwo za nutřkowne naležnosće.


In der Oberlausitz startet eine neue wissenschaftliche Untersuchung zur Bedeutung der sorbischen Sprache im Alltag. Die Studie mit dem Titel „Serbska rěč w našej regionje“ richtet sich an Einwohner im sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen.

Repräsentative Befragung ab Montag, 16.02.2026

Ab Montag, 16.02.2026 wird im Rahmen des Projekts ZARI eine repräsentative Befragung zur Rolle der Obersorbischen Sprache durchgeführt. Eine vergleichbare Untersuchung fand nach Angaben der Initiatoren zuletzt vor rund 40 Jahren statt. Aktuelle, wissenschaftlich belastbare Daten zur Situation der Obersorbischen Sprache liegen bislang nicht vor.

Die Datenerhebung erfolgt in Bautzen (Budyšin) und Hoyerswerda (Wojerecy). Zusätzlich verteilen Projektmitarbeiter Fragebögen in ausgewählten, repräsentativen Gemeinden in sechs Regionen des sorbischen Siedlungsgebietes in Sachsen.

Was die Studie untersuchen soll

Ziel der Studie ist es, fundierte Erkenntnisse über:

  • Verbreitung der Obersorbischen Sprache,
  • konkrete Nutzung im Alltag,
  • Einstellungen zur Sprache,
  • persönliche Bezüge zur sorbischen Sprache,
  • individuelle Erfahrungen mit Sorbisch,
  • Sprachkenntnisse und Möglichkeiten des Spracherwerbs

zu gewinnen. Außerdem sollen Einschätzungen zur Zukunft der Obersorbischen Sprache im sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen erfasst werden.

Verantwortliche und wissenschaftliche Begleitung

Die wissenschaftliche Gesamtverantwortung für die Studie liegt bei Dr. Cordula Ratajczak, Leiterin für sprachwissenschaftliche Forschung im Projekt ZARI. Sie betont, dass eine wirksame Sprachpolitik und die Förderung der sorbischen Sprache auf einem realen Bedarf basieren müssen. Die Studie solle dafür eine verlässliche Datengrundlage schaffen.

Unterstützt wird sie unter anderem von der Soziolinguistin Prof. Dr. Nicole Dołowy. Für die Datenerhebung arbeitet das Projekt mit dem Institut für angewandte Forschung DIMA aus Mannheim zusammen.

Wie die Befragung abläuft

Die Fragebögen werden in Bautzen, Hoyerswerda und weiteren ausgewählten Gemeinden im sorbischen Siedlungsgebiet verteilt. Entscheidend für die Repräsentativität ist nach Angaben der Initiatoren, dass sich möglichst alle angesprochenen Personen beteiligen – unabhängig davon, ob sie Sorbisch sprechen oder nicht.

Wichtige Rahmenbedingungen:

  • Die Teilnahme ist freiwillig.
  • Die Befragung erfolgt anonym.
  • Angesprochen sind alle Einwohner, die einen Brief oder Fragebogen erhalten.

Die Initiatoren planen, die Studie in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, um Entwicklungen langfristig vergleichen zu können.

Hintergrund: Projekt ZARI

Das Syć za serbsku rěč a regionalnu identitu – ZARI ist ein Projekt in Trägerschaft der Domowina – Bund Lausitzer Sorben. Ziel des Projekts ist die Revitalisierung der Obersorbischen Sprache.

ZARI wird von der Stiftung für das sorbische Volk im Rahmen des Programms „Serbska rěč a kultura w strukturnej změnje“ durch das Bundesministerium des Innern gefördert.

Weitere Informationen zur Studie sind online unter https://zari-domowina.de/forschung/studie26/ abrufbar.

Dr. Cordula Ratajczakowa rozłožuje wotběh studije “Serbska rěč w našej regionje”, kotraž so wot 16.02.2026 w Hornjej Łužicy přewjedźe.
Dr. Cordula Ratajczakowa rozłožuje wotběh studije “Serbska rěč w našej regionje”, kotraž so wot 16.02.2026 w Hornjej Łužicy přewjedźe.
Foto: Domowina/Božena Šimanec

Domowina/Štefan Hanuš

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