Cottbuser Oberbürgermeister empfängt Zapust-Umzug im Rathaus
Traditioneller Brauch des Zapust prägt Stadtbild und sorbisch/wendische Identität
Mit dem traditionellen Zapust-Umzug haben Schülerinnen und Schüler am Donnerstag, 29. Januar 2026, in Cottbus/Chóśebuz lautstark den Winter ausgetrieben. Oberbürgermeister Tobias Schick empfing den Umzug des Niedersorbischen Gymnasiums im Rathaus-Foyer am Neumarkt und überreichte Eier, Speck und Geld. Die amtierende Baudezernentin Heike Kolter überbrachte die Grüße der Stadt Cottbus/Chóśebuz in sorbischer Sprache.
Cottbus/Chóśebuz ist die größte zweisprachige Stadt im Land. Die sorbischen/wendischen Bräuche und Traditionen sind neben der niedersorbischen Sprache identitätsstiftend für die Stadt. Sie haben ihren festen Platz im städtischen Leben, in den ländlich geprägten Ortsteilen und dank des Niedersorbischen Gymnasiums auch im Stadtzentrum. Ziel ist es, Cottbus/Chóśebuz weiter als Ort einer authentischen und unverfälscht erlebbaren sorbischen/wendischen Traditionspflege zu profilieren.
Bereits im Jahr 1986 brachten Schülerinnen und Schüler der damaligen Sorbischen EOS die sorbische/wendische Fastnacht in das Stadtzentrum, zunächst vor allem in das Wendische Viertel. Dabei verbanden sie die Tradition des Zapust-Festumzuges mit dem Brauch des Zamperns. Der Zapust ist kein „Fasching“ oder „Karneval“, sondern gilt als der wohl am ausgiebigsten gefeierte Brauch in der Niederlausitz und als bedeutendes Volksfest.
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