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News & Nachrichten aus der Lausitz

Bund fördert Dachsanierung in Kleinwelka

Zuschuss für Schwesternhaus, Sanierungsschritt, Bildungspläne

Bautzen (BZ)
Freitag 06. März 2026
Oberlausitz
3 min
Kategorie:
Gesellschaft

Gute Nachrichten für Kleinwelka und die Region: Das denkmalgeschützte Schwesternhaus-Ensemble erhält weitere Bundesmittel für die Sanierung. Damit rückt eine dauerhafte Nutzung des historischen Gebäudes in Kleinwelka bei Bautzen näher.

Über 110.000 € für das Dach des Schwesternhauses

Am Nachmittag des Mittwoch, 04.03.2026, erreichte den Vorsitzenden des Schwesternhaus Kleinwelka e.V., Lutz-Wolfram Reiter, eine überraschende E-Mail aus dem Wahlkreisbüro von Dr. Paula Piechotta, MdB. Darin wurde mitgeteilt, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Förderung des Schwesternhauses mit über 110.000 € aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien beschlossen hat.

Reiter beschreibt seine Reaktion so:

„Ich habe die Nachricht zunächst gar nicht verstanden und musste den Inhalt nochmals lesen, so überraschend war diese Nachricht für uns.“

Eine inhaltlich entsprechende Nachricht ging zeitgleich bei der Evangelischen Brüder-Unität in Herrnhut ein. Sie ist Eigentümerin der Immobilie und eigentlicher Antragsteller.

Dachsanierung als Meilenstein der Revitalisierung

Wieland Menzel, Liegenschaftsreferent der Evangelischen Brüder-Unität und langjähriger Partner des Vereins vor Ort, ordnet die Förderung ein:

„Mit der Förderung gelingt es uns nun, das Dach des ältesten Teiles des denkmalgeschützten Schwesternhaus-Ensembles gemeinsam mit dem Architekten Daniel Neuer vollständig zu restaurieren und damit eine dauerhafte Nutzung im Erdgeschoss sicherzustellen. Das ist ein Meilenstein für die Revitalisierung.“

Bereits in den Vorjahren hatte die Evangelische Brüder-Unität Fördermittel aus demselben Finanztopf erhalten. Damit wurden das Fachwerkgefüge sowie die rückseitigen Dachflächen dauerhaft und denkmalgerecht wiederhergestellt. Für die Vorderseite des Daches reichten die damaligen Mittel jedoch nicht aus. Dort musste immer wieder mit Notbehelfen gegen Wassereinbrüche durch Starkregen und Schmelzwasser gearbeitet werden.

Mit der nun beschlossenen Förderung kann das Dach des ältesten Gebäudeteils vollständig saniert werden. Die Bundesmittel werden durch den Freistaat Sachsen kofinanziert.

Persönlicher Einsatz aus dem Bundestag

Die Entscheidung fiel in der Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages am Mittwoch, 04.03.2026. Im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien werden insgesamt 35 Millionen € für 144 Denkmalschutzprojekte bereitgestellt. Mehr als 1,7 Millionen € davon fließen nach Sachsen.

Die sächsischen Bundestagsabgeordneten Dr. Paula Piechotta und Kathrin Michel haben sich nach Angaben des Vereins persönlich für die Förderung des Projektes eingesetzt. Dadurch erhält das Schwesternhaus Kleinwelka eine Bundesförderung in Höhe von 110.505,37 €.

Kathrin Michel hatte sich bereits in den Vorjahren für Förderungen zugunsten des Schwesternhauses engagiert. Ohne diesen Einsatz wäre das originale Dach der ersten, mehr als 250 Jahre alten Gebäude nach Einschätzung der Beteiligten wohl nicht mehr zu erhalten gewesen, da das Dachgebälk stark marode und einsturzgefährdet war.

Perspektive: Bildungsprojekt und neue Stellen

Für den Verein ist die aktuelle Förderung ein wichtiger Schritt hin zu einer dauerhaften Nutzung des Ensembles. Lutz-Wolfram Reiter und Wieland Menzel betonen, dass die vom Verein angestrebte langfristige Nutzung des Gebäudes nun in greifbare Nähe rücke.

Der Schwesternhaus Kleinwelka e.V. erarbeitet derzeit einen STARK-Antrag mit einem kalkulierten Fördervolumen von rund 2,4 Millionen € für eine Laufzeit von vier Jahren. Ziel ist es, im Rahmen eines regionalen Bildungsprojektes mindestens vier Projektstellen in dem Ensemble zu etablieren.

Mit Blick auf die kommenden Schritte fassen Menzel und Reiter zusammen:

„Mit der jetzigen Bundesförderung, die durch den Freistaat Sachsen kofinanziert wird, sehen wir unsere langjährigen Bemühungen um die dauerhafte denkmalgerechte Sanierung des Daches belohnt.“

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