NATURA Spremberg e. V. kritisiert Berichterstattung zum geplanten Kupferabbau
Beschwerde beim Rundfunkrat des RBB eingereicht
Spremberg, 03. März 2026
Der Verein NATURA Spremberg e. V. hat eine formelle Beschwerde beim Rundfunkrat des RBB gegen die Berichterstattung im Beitrag „Kupferabbau in der Lausitz?“ vom 28. Februar 2026 um 19:30 Uhr im Format rbb24 Brandenburg aktuell eingereicht.
In Persona seines Vorsitzenden Kai-Uwe Reipert sieht der Verein in dem Beitrag eine einseitige Darstellung sowie die Verbreitung von Falschinformationen im Zusammenhang mit dem geplanten Kupferbergwerk unter Spremberg.
Kritik an Einseitigkeit und fehlender Einordnung
Nach Auffassung von NATURA Spremberg e. V. wurden bei einem Projekt mit erheblichen und langfristigen Auswirkungen auf Umwelt, Wasserhaushalt und Lebensqualität wesentliche kritische Argumente nicht angemessen berücksichtigt. Statt einer ausgewogenen Darstellung sei im Wesentlichen nur eine Seite ausführlich zu Wort gekommen.
Besonders kritisch bewertet der Verein die im Beitrag getroffene Aussage, von dem Vorhaben gehe „keine Gefahr aus“. Diese Darstellung stehe im Widerspruch zu den bisherigen behördlichen Verfahren.
Die Kupferschiefer Lausitz GmbH habe bereits einen zweiten Genehmigungsantrag gestellt, nachdem der erste Antrag aufgrund erheblicher Risiken und offener fachlicher Fragen abgelehnt worden sei. Dies zeige, dass Umwelt- und Sicherheitsfragen weiterhin Gegenstand fachlicher Prüfung und keineswegs abschließend geklärt seien.
Widersprüche bei wirtschaftlichen Aussagen
Darüber hinaus kritisiert der Verein die Darstellung zu angeblich nicht oder nur gering zu erwartenden Steuereinnahmen für die Stadt Spremberg. Nach vorliegenden Informationen sowie früheren Recherchen des RBB selbst ergebe sich ein differenzierteres Bild hinsichtlich der wirtschaftlichen Struktur und der Unternehmensverflechtungen hinter dem Projekt.
Bereits am 8. November 2023 hatte der RBB unter dem Titel „Von Bolivien in die Lausitz – Wer greift nach dem Kupfer in Spremberg?“ über offene Fragen zum Umweltschutz und zur Unternehmensstruktur berichtet. Diese Aspekte seien im aktuellen Beitrag nicht ausreichend berücksichtigt oder kritisch eingeordnet worden.
Forderungen an den Rundfunkrat
NATURA Spremberg e. V. fordert daher:
- Eine sachliche Prüfung der eingereichten Beschwerde durch den Rundfunkrat
- Eine schriftliche Stellungnahme zu den benannten Kritikpunkten
- Die Möglichkeit einer angemessenen Gegendarstellung im Programm
„Gerade bei Projekten mit weitreichenden Folgen für unsere Region erwarten wir vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine sorgfältige, unabhängige und ausgewogene Berichterstattung“, erklärt der Vorsitzende Kai-Uwe Reipert.
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