Werbung für den Standort Oberlausitz
Bundestagsabgeordneter Florian Oest reist mit Delegation nach Taiwan
Der Oberlausitzer Bundestagsabgeordnete Florian Oest reist am kommenden Sonntag gemeinsam mit dem Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, Prof. Dr. Alexander Kratzsch, sowie dem Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, Lukas Rohleder, nach Taiwan. Ziel der Delegationsreise ist es, für den Standort Ostsachsen zu werben und den Ausbau von Kooperationen in Wissenschaft und Wirtschaft voranzubringen.
Im Mittelpunkt der Reise steht die Mikroelektronik als eine der zentralen sächsischen Leitindustrien. Oest betont:
Schon heute stammt jeder dritte in Europa produzierte Chip aus Sachsen. Der Freistaat habe sich gemeinsam mit Bayern für ein neues Forschungszentrum der Mikroelektronik beworben, in dem der Chip der Zukunft entwickelt werden soll. Eine Ansiedlung dieses Zentrums in Dresden würde weitere Industrieansiedlungen nach sich ziehen, neue Arbeitsplätze schaffen und zusätzliche Chancen für bestehende Unternehmen eröffnen. Ziel sei es, dass Ostsachsen und insbesondere die Oberlausitz eine Schlüsselrolle in dieser Entwicklung einnehmen.
Das Programm der Delegation ist gezielt auf die Anbahnung und Vertiefung internationaler Kooperationen ausgerichtet. Geplant sind Gespräche mit Unternehmen wie TSMC und Foxconn sowie mit dem Industrieverband TEEMA. Darüber hinaus stehen Besuche von Forschungs- und Bildungseinrichtungen, darunter der Southern Taiwan Science Park, auf der Agenda.
Nach Angaben von Oest ist für den Erfolg der Mikroelektronikbranche eine enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft entscheidend. Gemeinsam mit der Hochschule Zittau/Görlitz und der IHK Dresden sollen konkrete Voraussetzungen für weitere Unternehmensansiedlungen in der Oberlausitz erörtert werden.
Auch Prof. Dr. Alexander Kratzsch unterstreicht die Bedeutung der Reise. Die internationale Halbleiterindustrie entwickle sich mit hohem Tempo, Sachsen sei bereits heute ein zentraler Standort in diesem globalen Ökosystem. Die Delegationsreise biete eine wichtige Gelegenheit, bestehende Netzwerke zu vertiefen und neue Kooperationen in Forschung, Lehre und Transfer aufzubauen. Die Hochschule Zittau/Görlitz wolle ihre wissenschaftlichen Kompetenzen gezielt einbringen, um gemeinsam mit Wirtschaft und Politik die langfristige Entwicklung der Region zu unterstützen.
Lukas Rohleder ergänzt, dass Taiwan auch über die Mikroelektronik hinaus ein wichtiger Innovations- und Technologiestandort sei. Neben Themen wie Energietechnik, Luftfahrt und Materialforschung soll auch für Investitionen in den sächsischen Wohnungsbau geworben werden. Zudem bereitet die IHK Dresden gemeinsam mit Partnerverbänden weitere Delegationsreisen nach Sachsen vor und prüft Kooperationsmöglichkeiten mit der Metropole Kaohsiung, die bereits eine Städteverbindung mit Dresden pflegt.
Hintergrund
Der Delegation gehören neben Florian Oest, Prof. Dr. Alexander Kratzsch und Lukas Rohleder auch der Zwickauer Bundestagsabgeordnete Carsten Körber sowie weitere Vertreter aus Südwestsachsen an. Oest ist Mitglied im Forschungsausschuss des Deutschen Bundestages und Berichterstatter der Unionsfraktion für das Thema Mikroelektronik. Körber ist Haushaltspolitiker mit Zuständigkeit für Forschung und Wissenschaft. Die sechstägige Reise dient der Pflege und dem Ausbau der Beziehungen zwischen Sachsen und Taiwan.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das geplante Kompetenzzentrum Chip-Design Deutschland (KCDD), das vom Barkhausen-Institut der TU Dresden gemeinsam mit dem IKT-Cluster Silicon Saxony, der Initiative Chipdesign Germany und der TU München entwickelt wurde. Ziel des Zentrums ist es, Forschung, Ausbildung und Industrie eng zu verknüpfen, mehr spezialisierte Chip-Designer auszubilden und moderne Design- und Integrationstechnologien bereitzustellen. Florian Oest setzt sich dafür ein, das KCDD am führenden europäischen Mikroelektronikstandort Dresden anzusiedeln.
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