News & Nachrichten aus der Lausitz
Newcastle-Krankheit: Stallpflicht im LDS
Schutz- und Überwachungszonen, Regeln für Geflügelhalter, Hinweise zum Umgang mit Eiern
Landkreis Dahme-Spreewald. Nach den bestätigten Ausbrüchen der Newcastle-Krankheit in einer gewerblichen Geflügelhaltung in Bestensee und in einer Kleinsttierhaltung in Zeesen sind nach Angaben des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Dahme-Spreewald derzeit keine weiteren Fälle bekannt. Die bereits eingerichteten Schutz- und Überwachungszonen bleiben jedoch bis auf Weiteres bestehen.
Stallpflicht und Verbote für Geflügel in der RegionIn der Schutz- und Überwachungszone gilt eine strikte Stallpflicht für Geflügel. Zudem besteht ein Verbringungsverbot für gehaltene Vögel, Fleisch, Eier und Bruteier. Geflügelmessen, Geflügelmärkte und Tierschauen sind untersagt.
Betroffene Schutz- und Überwachungszonen
Die Sperr- und Überwachungszonen umfassen unter anderem folgende Orte und Ortsteile:
Erweiterte Sperrzone
- Gemeinde Bestensee und Ortsteil Pätz*
- Stadt Mittenwalde* und Ortsteile Gallun, Motzen, Schenkendorf
- Stadt Königs Wusterhausen* und Ortsteile Zeesen und Senzig*
- Gemeinde Heidesee mit Ortsteil Gräbendorf*
Erweiterte Überwachungszone
- Gemeinde Bestensee und Ortsteil Pätz
- Stadt Mittenwalde und Ortsteile Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf, Telz, Töpchin
- Stadt Königs Wusterhausen und Ortsteile Deutsch Wusterhausen, Kablow, Niederlehme, Senzig, Wernsdorf*, Zeesen, Zernsdorf
- Gemeinde Heidesee mit Ortsteilen Bindow, Blossin, Dannenreich, Dolgenbrodt, Friedersdorf, Gräbendorf, Gussow
- Stadt Wildau
- Gemeinde Schönefeld mit Ortsteil Kiekebusch und Rotberg*
- Gemeinde Schulzendorf*
- Gemeinde Zeuthen* mit Ortsteil Miersdorf*
- Amt Schenkenländchen mit Ortsteilen Egsdorf*, Groß Köris, Klein Köris, Schwerin, Teupitz*
- Landkreis Teltow-Fläming: Zossen und Rangsdorf
- Landkreis Oder-Spree: Spreenhagen*
- Berlin-Schmöckwitz*
*Diese Orte sind Teil der Erweiterung der Sperr- und Überwachungszone.
Fast 870.000 Tiere in Bestensee betroffenIm gewerblichen Betrieb in Bestensee läuft nach Angaben des Beigeordneten und Dezernenten für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Stefan Wichary, die tierschutzgerechte Tötung und seuchengerechte Entsorgung von nach aktualisierten Zahlen knapp 870.000 Tieren.
Worauf Geflügelhalter achten sollen„Mitarbeiter unserer Behörde haben und werden in den nächsten Tagen umfangreiche Kontrollen in der Schutz- und Überwachungszone durchführen. Nur durch die Unterstützung aller Geflügelhalter können wir dieses Virusgeschehen eindämmen.“
Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz bittet alle Geflügelhalter um erhöhte Aufmerksamkeit. Verdächtige Krankheitsanzeichen wie Atemprobleme, Durchfall oder eine plötzlich erhöhte Sterblichkeit im Bestand sollen umgehend gemeldet werden. Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen sind strikt einzuhalten.
Kontakt Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz Dahme-Spreewald
- Telefon: 03546 20-1613
- E-Mail: veterinaeramt@dahme-spreewald.de
Zu möglichen Unsicherheiten im Umgang mit gekauften Eiern teilt das Amt mit, dass es zum Ausbruchsbetrieb in Bestensee keine behördlichen Anordnungen zu Eiern erlassen hat. Der Betrieb hat nach Bekanntwerden der zurückgehenden Legeleistung alle Eier eigenständig gesperrt.
Bei einer stichprobenartigen Rückverfolgung früherer Lieferungen wurde festgestellt, dass diese Eier bereits verkauft waren und sich somit beim Verbraucher befanden oder bereits verbraucht wurden.
„Eine Gefahr für Verbraucher ist nicht zu besorgen. Das Risiko, dass Eier oder Eierschalen aus Bestensee Spuren von Krankheitserregern tragen und anderes Geflügel angesteckt wird, kann nicht ganz ausgeschlossen werden. Wer noch Eier im Kühlschrank hat und sicher gehen will, kocht die Eier mit Schale ab (2–3 Minuten bei mindestens 70 °C genügen). Unabhängig davon wird die Entsorgung von Eierschalen nur über den Restmüll empfohlen. Der Kompost oder die Biomülltonne sollten also bitte nicht genutzt werden“, so Wichary.
Verbraucher, die auf Nummer sicher gehen wollen, können sich an diese Empfehlung halten und Eierschalen ausschließlich über den Restmüll entsorgen.
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