L.o Redaktion | Handwerkskammer Cottbus
Baustart in Königs Wusterhausen
50 Mio. € fördern moderne Ausbildung im Handwerk.
In Königs Wusterhausen hat der Bau des Leistungszentrums Nord der Handwerkskammer Cottbus begonnen. Zum offiziellen Baustart übergab Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement einen Förderbescheid über rund 50 Mio. € an Kammerpräsidentin Corina Reifenstein.
Auf einem etwa 13.000 Quadratmeter großen Areal entsteht ein zweigeschossiges Ausbildungszentrum mit 7.000 Quadratmetern Nutzfläche. Geplant sind Werkstätten, Fachkabinette und Seminarräume für die Ausbildung von Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kraftfahrzeugmechatronikern, Elektronikern und Metallbauern.
Darüber hinaus soll das Zentrum Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Gebäudetechnik, Schweißen, Kfz-Technik, Digitalisierung und Betriebswirtschaft anbieten. Auch eine praxisnahe Berufsorientierung ist vorgesehen.
Die Europäische Union und das Land Brandenburg fördern das Vorhaben mit einem Zuschuss von rund 50 Mio. €. Der Fördersatz beträgt 90 % der zuwendungsfähigen Kosten. Die Handwerksbetriebe im Kammerbezirk tragen nach Angaben der Handwerkskammer einen Eigenanteil von 10 % der Baukosten.
Wirtschaftsministerin Martina Klement erklärte, das Zentrum werde künftig moderne Bedingungen und praxisorientierte Schulungen ermöglichen. Brandenburg brauche Fachkräfte, um die kommenden Aufgaben zu bewältigen. Dies gelte besonders für das Handwerk.
Corina Reifenstein bezeichnete das Leistungszentrum als Investition in die berufliche Bildung und die Sicherung qualifizierter Fachkräfte. Der neue Standort solle jungen Menschen berufliche Chancen eröffnen und die Ausbildung im Norden des Kammerbezirks stärken.
Am gemeinsamen Spatenstich nahmen neben Klement und Reifenstein auch Sven Herzberger, Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, sowie Michaela Wiezorek, Bürgermeisterin von Königs Wusterhausen, teil.
Die Förderung stammt aus dem Just Transition Fund der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Brandenburg. Das Programm unterstützt Regionen, die besonders vom Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft betroffen sind. In Brandenburg dient es unter anderem der Begleitung des Strukturwandels in der Lausitz.
Foto: Lea Renner, Handwerkskammer Cottbus/OUT of RAM/Nickl Architekten Deutschland GmbH
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