Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts DIKUSA
Vernetzung digitaler Kulturdaten in Sachsen – Ergebnisse, Kurzfilme und Ausblick
15.–16. Dezember 2025, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig lädt am 15. und 16. Dezember 2025 zur Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts DIKUSA „Vernetzung digitaler Kulturdaten in Sachsen“ ein. Vorgestellt werden die digital vernetzten Forschungsergebnisse der teilnehmenden Einrichtungen sowie Kurzfilme zu allen Teilprojekten. Die Veranstaltung wird eröffnet von Prof. Dr. Heike Graßmann, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, sowie dem Präsidenten der Akademie, Prof. Dr. Hans-Joachim Knölker.
Das Projekt DIKUSA wurde von 2022 bis 2025 mit rund 1,5 Millionen Euro aus Landesmitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus gefördert. Es zielte darauf ab, eine technische Infrastruktur zur digitalen Vernetzung sächsischer Kulturdaten aufzubauen, um Forschung zu Mobilität, Migration und Transformation von Orten, Personen und Artefakten in zeitlicher und räumlicher Perspektive zu ermöglichen.
Im Projektverbund arbeiteten sechs außeruniversitäre geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtungen in Sachsen zusammen: das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT), das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV), das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI), das Sorbische Institut sowie die Sächsische Akademie der Wissenschaften selbst. Die technische Infrastruktur wurde vom KompetenzwerkD an der Akademie koordiniert und entwickelt.
„Das Ziel war es, eine niedrigschwellige digitale Wissenserfassung in zuvor nicht vorhandenen Datenbanken zu ermöglichen“, erklärt Franziska Naether vom KompetenzwerkD. „Wichtig war uns außerdem, dass die Mitarbeiter Kompetenzen in digitaler Erfassung, Verlinkung und Visualisierung erwerben, die sie auch in zukünftigen Projekten anwenden können.“
Die Abschlusskonferenz bietet Gelegenheit, die Projektergebnisse kennenzulernen, zu diskutieren und direkt auszuprobieren. Eingeladen sind insbesondere Fachleute aus Geschichtswissenschaft und Digital Humanities sowie alle Interessierten.
Programm-Highlights
- Vorträge zu den Forschungsergebnissen der sechs DIKUSA-Teilprojekte
- Freischaltung der Forschungsdaten im neuen DIKUSA-Forschungsregister und DIKUSA-Schaufenster sowie Präsentation von sieben Kurzfilmen
- Fishbowl-Diskussion: „Die Zukunft der historischen Forschung in digitalen Kontexten: Zur Nachhaltigkeit von Kulturdaten“
- Zukunftsperspektiven und neue Kooperationen: gemeinsame Entwicklung von Visionen und möglichen Anschlussprojekten
Die Teilprojekte im Überblick
- Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI): Jüdische Teilhabe an sächsischen Hochschulen (1869–1938)
- Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO): Migration von Künstlern nach und aus Sachsen im 17. Jahrhundert
- Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT): Erfahrungsgeschichtliche Wissensbasis zu Frauen, die aus, nach und innerhalb Deutschlands migrierten
- Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV): Ausbau des Historischen Ortsverzeichnisses zur zentralen Schnittstelle für normierte Ortsdaten
- Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW): Transformation einer sächsischen Bergbaulandschaft im 20. Jahrhundert
- Sorbisches Institut (SI): Sorbische Kulturdenkmale in Sachsen – digitale Erfassung und Präsentation (separate Presseinformation folgt am 15.12.)
Kurzfilme zum Projekt
Pünktlich zum Konferenzbeginn werden die Kurzfilme auf dem YouTube-Kanal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht (http://www.youtube.com/@saw-leipzig).
Filmemacherin Judith Schein begleitet darin die Mitarbeitenden des Projekts, die über ihre Forschung, Herausforderungen der Verbundarbeit und die Ergebnisse berichten.
Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig ist Mitglied der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, die das bundesweit größte geistes- und kulturwissenschaftliche Langfristforschungsprogramm koordiniert. Die Maßnahme wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
Weitere Informationen und Anmeldung:
Programm & Anmeldung: https://www.saw-leipzig.de/de/aktuelles/dikusa-abschlusskonferenz
Projektseite: https://dikusa.saw-leipzig.de
Kontakt: kompetenzwerkD@saw-leipzig.de
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