L.o Redaktion | LEAG
Erste GigawattFactory der LEAG wird Realität
Windpark Forst-Briesnig 2 und Energiepark Bohrau 1 gehen in Betrieb
Die LEAG hat nach eigenen Angaben am 21. September 2026 den Windpark Forst-Briesnig 2 und den ersten Bauabschnitt des Energieparks Bohrau im Jänschwalder Energierevier in Betrieb genommen. Zugleich begann am Kraftwerksstandort Jänschwalde der Bau eines Großbatteriespeichers, der Wind- und Solarstrom künftig zeitlich flexibel verfügbar machen und das Energiesystem stabilisieren soll.
Wind, Solar und Speicher in räumlicher Nähe
Auf Flächen des ehemaligen Tagebaus Jänschwalde nahe Forst hat die LEAG Renewables GmbH 17 Windenergieanlagen mit insgesamt 105 Megawatt Leistung errichtet. Der erste Bauabschnitt des Energieparks Bohrau liegt zwei Kilometer entfernt. Er umfasst rund 230.000 Photovoltaikmodule auf etwa 130 Hektar und soll jährlich rund 130 Gigawattstunden Strom erzeugen.
Fünf Kilometer nördlich beginnt parallel der Bau der GigaBattery Jänschwalde 1000. Geplant sind 1.000 Megawatt Leistung und 4.000 Megawattstunden Speicherkapazität. Nach Angaben der LEAG handelt es sich aktuell um das größte Batteriespeicherprojekt Deutschlands. Die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen.
Die drei Anlagen gehören zur GigawattFactory. Mit diesem Ansatz will das Unternehmen erneuerbare Stromerzeugung, Speicherung und flexibel verfügbare Leistung als integriertes Gesamtsystem planen und betreiben.
Investitionen und Beteiligung der Kommunen
Nach Unternehmensangaben wurden bisher über eine Milliarde Euro in die verschiedenen Projekte investiert. Allein der Wind- und Solarpark bringen den berechtigten Standortkommunen demnach rund 1,2 Millionen Euro Kommunalbeteiligung pro Jahr. Die LEAG verbindet mit den Investitionen zudem die Erwartung, die Lausitz für Industrieansiedlungen mit Bedarf an verlässlicher und erneuerbarer Energie attraktiver zu machen.
An der Veranstaltung nahmen Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke sowie Vertreter aus Politik, Kommunen und Wirtschaft teil. Woidke verwies auf verfügbare Flächen, Netzanbindungen, Infrastruktur und die Erfahrung aus jahrzehntelanger Energiegewinnung als Voraussetzungen für den Umbau des Energiestandorts.
Weitere Anlagen sind geplant
LEAG-CEO Adi Roesch kündigte an, binnen der nächsten zehn Jahre weitere Batteriespeicherparks, neue Kraftwerke sowie Wind- und Photovoltaikparks bauen zu wollen. Er sieht darin eine Chance für die Lausitz, auch nach dem Kohleausstieg eine der wichtigsten Energieregionen Deutschlands zu bleiben.
Für einen zweiten Bauabschnitt des Energieparks Bohrau hat LEAG Renewables bereits einen Bauantrag für bis zu 120 Megawatt eingereicht. Weitere Windenergieprojekte sind unter anderem im Umfeld des Cottbuser Ostsees und in der Bergbaufolgelandschaft Jänschwalde vorgesehen.
Während Forst-Briesnig 2 und Bohrau 1 nach LEAG-Angaben nun in Betrieb sind, ist die Inbetriebnahme des Großspeichers in Jänschwalde für 2028 geplant.
Foto: Lausitz Energie Bergbau AG
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