Handwerkskammer Cottbus drängt auf schnelle Bauordnungsreform
Regionale Bauwirtschaft fordert zügige Entscheidungen
Cottbus/Brandenburg. Die Handwerkskammer Cottbus fordert eine zügige Umsetzung der Novelle der Brandenburgischen Bauordnung. Nach Ansicht der Kammer hängt davon ab, ob Bauprojekte in der Lausitz, im Spreewald und in ganz Brandenburg in den kommenden Jahren planbar bleiben.
Handwerk verlangt Tempo von der LandesregierungDie Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus, Corina Reifenstein, macht deutlich, dass es aus Sicht der Betriebe nicht bei Ankündigungen bleiben dürfe. Verzögerungen bei der Reform könnten nach ihrer Einschätzung Aufträge, Arbeitsplätze und Investitionen kosten.
Geplante Änderungen der Bauordnung„Für das Handwerk zählt nicht das Ankündigen, sondern das Handeln. Jede weitere Verzögerung kostet Aufträge, Arbeitsplätze und Investitionen“, betont Corina Reifenstein.
Die Handwerkskammer bewertet die vorgesehenen Regelungen der Novelle grundsätzlich positiv. Aus ihrer Sicht sind sie dringend notwendig, um Bauvorhaben in Brandenburg zu erleichtern. Genannt werden insbesondere:
- schnellere Verfahren und weniger Bürokratie
- mehr Planungssicherheit für Betriebe und Bauherren
- Entlastungen bei den Baukosten
Wesentliche Punkte der geplanten Änderungen sind:
- Fristen im Genehmigungsverfahren: vier Wochen für die Vollständigkeitsprüfung von Bauanträgen
- Begrenzung von Nachforderungen: nur eine einmalige Nachforderung von Unterlagen
- Stellungnahmen von Fachbehörden: eine einmonatige Frist für Rückmeldungen
- Folge ausbleibender Stellungnahmen: Bleibt eine Rückmeldung aus, dürfen öffentliche Belange dem Bauvorhaben künftig nicht länger entgegenstehen.
Diese klaren Fristen und Abläufe seien für das Handwerk nach Angaben der Kammer entscheidend, um Bauprojekte verlässlich planen und umsetzen zu können.
Digitalisierung und Bauen im BestandAls „längst überfällig“ bezeichnet die Handwerkskammer Cottbus die vollständige Digitalisierung der Bauanträge. Digitale Verfahren mit transparenten und einheitlichen Standards gelten aus Sicht der Kammer als Grundvoraussetzung, damit Bauprojekte wieder an Dynamik gewinnen.
Darüber hinaus verweist die Kammer auf zusätzliche Spielräume, die die Novelle eröffnen soll:
- Erleichterungen beim Bauen im Bestand
- Möglichkeiten für innovative Wohnformen
- Nutzung nachhaltiger Technologien <liStellplätzen, Spielplätzen und Nebenflächen, die zur Senkung der Baukosten beitragen können
Mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen im Land Brandenburg warnt die Handwerkskammer vor einem politischen Stillstand. Die Novelle müsse nach ihrer Auffassung jetzt umgesetzt werden, damit Bauprojekte rechtzeitig vorbereitet und genehmigt werden können.
Signal an Betriebe und Bauherren in Brandenburg„All das entfaltet jedoch nur dann Wirkung, wenn die Landesregierung jetzt Tempo macht. Die laufenden Koalitionsverhandlungen dürfen nicht zu einem politischen Wartestand führen. Wird die Umsetzung der Novelle erst im Herbst angegangen, ist der Bauboom für 2026 verloren, da Projekte heute vorbereitet und genehmigt werden müssen.“
Von der neuen Landesregierung erwartet die Handwerkskammer Cottbus ein deutliches Bekenntnis zum Bürokratieabbau. Nach den Worten von Präsidentin Corina Reifenstein geht es dabei um die Zukunft der regionalen Bauwirtschaft und des Wirtschaftsstandortes Brandenburg insgesamt.
„Bürokratieabbau duldet keinen Aufschub. Wer den Bau ankurbeln will, muss jetzt entscheiden – im Interesse der Betriebe, der Bauherren und des Wirtschaftsstandorts Brandenburg.“
Für Handwerksbetriebe in Cottbus, der Lausitz und im Spreewald wäre eine zügige und verlässliche Umsetzung der Bauordnungsreform nach Einschätzung der Kammer ein wichtiges Signal, um Investitionen und Arbeitsplätze in der Region zu sichern.
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