Verdacht auf Geflügelpest im Landkreis Elbe-Elster
Putenmastbetrieb betroffen, Restriktionszonen geplant
Im Landkreis Elbe-Elster ist in einem Putenmastbetrieb der Verdacht auf Geflügelpest (H5N1) festgestellt worden. Der Fall hat Auswirkungen auf Geflügelhalter in der Region, da Schutz- und Überwachungszonen vorbereitet werden.
Nachweis im Landeslabor, Bestätigung durch FLI ausstehendIn dem betroffenen Putenmastbetrieb waren zuvor erhöhte Tierverluste aufgefallen. Amtliche Tierärzte des Veterinäramtes des Landkreises Elbe-Elster entnahmen erste Proben, die im Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) untersucht wurden.
Im LLBB wurde der spezifische Nachweis des Erregers der Geflügelpest erbracht. Nachfolgende amtlich entnommene Proben bestätigten den Nachweis von spezifischen Genomsequenzen des Geflügelpestvirus H5N1. Die Proben wurden zur abschließenden Bestätigung an das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) weitergeleitet. Das Ergebnis wird im Laufe des folgenden Tages erwartet.
Betrieb gesperrt, rund 4.800 Tiere betroffenNach der klinischen Untersuchung und Probenentnahme hat das Veterinäramt des Landkreises Elbe-Elster den Verdachtsbestand gesperrt. Der Landkreis ordnete die tierschutzgerechte Tötung von etwa 4.800 Puten sowie deren unschädliche Beseitigung an.
Schutz- und Überwachungszonen in VorbereitungDie Einrichtung einer Schutzzone im Radius von drei Kilometern sowie einer Überwachungszone im Radius von zehn Kilometern um den betroffenen Betrieb befindet sich in Planung. Die genauen Grenzen dieser Restriktionsgebiete werden durch das zuständige Veterinäramt festgelegt.
Die epidemiologischen Ermittlungen wurden eingeleitet und werden mit Unterstützung des Tierseuchenbekämpfungsdienstes des Landes Brandenburg (LAVG) durchgeführt. Betroffene Geflügelhalter in den künftigen Restriktionsgebieten werden vom Landkreis zeitnah über die erforderlichen Maßnahmen informiert.
Veterinäramt mahnt Biosicherheit anVor dem Hintergrund des Verdachtsfalls weist das Veterinäramt des Landkreises Elbe-Elster erneut auf die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen hin. Ziel ist es, ein weiteres Auftreten von Geflügelpestfällen im Landkreis zu verhindern.
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