L.o Redaktion | WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH
Tipps fürs Marketing von Gen Z in Lübbenau
Studie sieht Chancen bei Natururlaub und digitalem Auftritt.
In Lübbenau/Spreewald sehen Studenten der Hochschule Bremen gute Chancen, mehr junge Gäste anzusprechen. Im Auftrag der Stadtmarketing-AG „Wir für Lübbenau“ haben sie untersucht, wie gut die Stadt zur Generation Z passt und wo es noch Nachholbedarf gibt.
Für das Projekt reiste die Studentengruppe mit Professorin Dr. Gina Wagener nach Lübbenau. Vor Ort sprachen sie mit touristischen Leistungsträgern und nutzten Angebote selbst. Ergänzend wurden online weitere Menschen aus der Generation Z befragt. Gemeint sind laut Projekt die Jahrgänge 1995 bis 2012.
Die Ergebnisse stellten die Studenten den Mitwirkenden der Stadtmarketing-AG per Video-Call vor. Positiv bewertet wurden vor allem die Erholungsangebote, die Nachhaltigkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis in Lübbenau/Spreewald.
Stärken sind da, digital gibt es Lücken
Verbesserungspotenzial sehen die Studenten vor allem bei der Online-Präsenz und der digitalen Vermarktung. Nach ihrer Einschätzung bucht die Generation Z häufig spontan und mobil per Smartphone. Die Empfehlung an Lübbenau lautet deshalb nicht, neue Angebote für junge Leute zu erfinden, sondern bestehende Angebote zeitgemäß digital aufzubereiten.
„Sie müssen sich für die Zielgruppe nicht verbiegen. Die gewünschten Angebote haben Sie schon. Wir empfehlen nur, diese zeitgemäß zu verpacken“, so die Studenten in ihrer Auswertung.
Wunsch nach Treffpunkten am Abend
Nach Einschätzung der Gruppe sucht die Generation Z in der Region vor allem Aktivurlaub und bewusstes Abschalten, etwa beim Paddeln im Spreewald. Partytourismus spiele in Lübbenau demnach keine große Rolle. Gefragt seien vielmehr echte und natürliche Erlebnisse.
Als Zielgruppe sehen die Studenten vor allem junge Tagesgäste und Wochenendurlauber aus Berlin und Dresden. Was aus ihrer Sicht noch fehlt, sind mehr Abendangebote und soziale Treffpunkte, etwa eine Bar. Die Veranstaltungsreihe „Chillen am Hafen“ bewerteten sie als passenden Ansatz. Wünschenswert sei ein täglicher Anlaufpunkt am Abend, um nach dem Tagesprogramm abzuschalten und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Idee einer App für Lübbenau/Spreewald
Caroline Bengsch-Fürll, Geschäftsführerin der Spreewald-Touristinformation Lübbenau e. V., sieht in der Zielgruppe eine gute Ergänzung für die Region. Ihrer Einschätzung nach passen natur- und umweltbewusste junge Urlauber gut in den Spreewald.
Auch Steven Schwerdtner, Marketingleiter der Spreewelten, begrüßte den Fokus auf digitale Angebote. Die Studenten schlugen eine All-in-One-App für Lübbenau/Spreewald vor, in der touristische Angebote gebündelt werden. Mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt sich die Stadtmarketingrunde „Wir für Lübbenau“ nach eigenen Angaben bereits intensiv.
Zum Abschluss der Exkursion habe es von den Studenten durchweg positive Rückmeldungen zum Gesamterlebnis in Lübbenau/Spreewald gegeben, erklärte Prof. Dr. Gina Wagener. Auch Bürgermeister Helmut Wenzel lobte die Zusammenarbeit. Nun werde vor Ort geprüft, welche Ideen sich gemeinsam mit den Leistungsträgern Schritt für Schritt umsetzen lassen.
Foto C. Hentschel
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