Kommunen fordern Bahn-Lückenschluss Lausitz
Ganzjahres-Takt statt Saisonzug: Appell an Länderchefs
Senftenberg. Entlang der Bahnstrecke Dresden – Kamenz – Bernsdorf – Senftenberg/Hoyerswerda fordern mehrere Kommunen und Landkreise einen verlässlichen, ganzjährigen Bahnverkehr. Hintergrund ist der Strukturwandel in der Lausitz sowie die erwartete zusätzliche Nachfrage durch den Tourismus, wenn im Lausitzer Seenland 2026 schiffbare Kanäle freigegeben werden.
Treffen in Senftenberg: Ziel ist Regelbetrieb statt SaisonangebotAm Dienstag, 10.03.2026 kamen Vertreter aus Politik, Kommunen und Landkreisen in der Seestadt Senftenberg zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die bestehende Schieneninfrastruktur auf der Strecke stärker genutzt werden kann. Das gemeinsame Ziel: die Verstetigung der Bahnverbindung, um Wirtschaft, Pendler sowie Touristen und Tagesausflügler grenzübergreifend besser zu vernetzen.
Nach Angaben der beteiligten Akteure existiert die Infrastruktur bereits und wird saisonal durch die „Seenlandbahn“ genutzt. Aus Sicht der Kommunen reicht dieses Angebot jedoch nicht aus, um den Anforderungen im Alltag und im Zuge neuer Arbeitsplätze im Strukturwandel gerecht zu werden.
Diese Kommunen unterstützen die Forderung- Senftenberg
- Hoyerswerda
- Bernsdorf
- Kamenz
- Elsterheide
- Lauta
Harry Habel, Bürgermeister von Bernsdorf: „Wenn der Lausitzer Seenverbund im Sommer mit schiffbaren Kanälen freigegeben wird, dann wollen die Menschen das neue Seenland auch erleben. Dafür brauchen wir die Bahn. Nur wenn die Lausitz infrastrukturell verbunden ist, kann der Strukturwandel funktionieren und bei den Menschen ankommen.“
Andreas Pfeiffer, Bürgermeister von Senftenberg: „Die Bahn ist lebenswichtig für die Menschen vor Ort, für die lokale Wirtschaft und den Tourismus. Wir brauchen eine schnelle und verlässliche Verbindung aus dem Lausitzer Raum direkt ins Herz des Seenlandes.“
Gemeinsame Erklärung an Brandenburg und SachsenKathrin Michel, SPD-Bundestagsabgeordnete: „Die Lausitz sprüht vor Zukunft. Die Bahn wäre das entscheidende Bindeglied. Ein Schulterschluss beider Länder ist dafür jetzt unerlässlich. Lasst uns gemeinsam Wege finden, damit die Bahn dauerhaft rollt.“
Als Ergebnis des Treffens unterzeichneten die Beteiligten eine gemeinsame Erklärung, die den aus ihrer Sicht dringenden Handlungsbedarf festhält. Das Dokument wurde noch am selben Tag an die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen gesendet.
Hintergrund: Was ist die „Seenlandbahn“?Die „Seenlandbahn“ verkehrt bereits heute als saisonales Angebot in den Sommermonaten und verbindet die sächsische Landeshauptstadt Dresden direkt mit dem Lausitzer Seenland. Nach Angaben aus dem Kreis der Initiative wird die Strecke bislang vor allem an Wochenenden und in der Ferienzeit bedient, um eine umstiegsfreie Anreise nach Senftenberg zu ermöglichen.
Ziel der aktuellen Initiative ist es, diesen saisonalen Betrieb in ein ganzjähriges, verlässliches Taktangebot zu überführen.
Foto: Rasche/Stadt Senftenberg
Foto: Rasche/Stadt Senftenberg
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