L.o Redaktion | Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.
Neue Hilfen im Lausitzer Seenland
Sensory Bags und Piepsy können kostenlos ausgeliehen werden.
Im Lausitzer Seenland stehen Gästen ab sofort zwei weitere barrierefreie Angebote zur Verfügung. Sensory Bags helfen dabei, Reize und Stress zu reduzieren. Das akustische Leitsystem Piepsy unterstützt blinde Menschen und Menschen mit Sehbeeinträchtigungen bei der Orientierung am Strand und im Wasser. Beide Angebote können kostenfrei ausgeliehen werden.
Die Ausgabe erfolgt über die beteiligten Touristinformationen. Dafür wird ein Verleihprotokoll genutzt. Die Materialien sollen achtsam verwendet und vollständig zurückgegeben werden.
Sensory Bags bieten Ruhe und Entlastung
Die Sensory Bags richten sich vor allem an Menschen mit sensorischer Sensibilität, neurologischen Besonderheiten oder einem erhöhten Bedürfnis nach Rückzug und Struktur. Sie können aber auch von anderen Gästen genutzt werden, die bewusst Reize reduzieren oder zur Ruhe kommen möchten.
In den Taschen befinden sich verschiedene Materialien, die mehrere Sinne ansprechen. Dazu gehören Ohrstöpsel zur Verringerung von Umgebungsgeräuschen, ein Igelball, ein Handkreisel und eine Rassel. Die Rassel soll bewusst und mit Rücksicht auf andere eingesetzt werden.
Zum Inhalt gehören außerdem ein Stein aus dem Lausitzer Seenland und eine Postkarte aus der Region. Der Stein lädt dazu ein, Form, Oberfläche und Temperatur bewusst wahrzunehmen. Hinzu kommt sogenannte Hoffnungswolle von Alpakas des regionalen Anbieters LAUSITZleben. Ihre weiche Beschaffenheit kann Ruhe und Geborgenheit vermitteln.
Die Sensory Bags sind in den Touristinformationen in Senftenberg, Großräschen, Hoyerswerda, Forst, Guben und Spremberg sowie am Bärwalder See erhältlich.
Piepsy erleichtert die Orientierung
Das akustische Leitsystem Piepsy kann inzwischen an fünf Standorten im Lausitzer Seenland ausgeliehen werden. Neben dem bestehenden Angebot im Familienpark am Senftenberger See stehen Geräte in den Touristinformationen Senftenberg, Großräschen und Hoyerswerda sowie am Bärwalder See bereit.
Das System besteht aus einem mobilen Empfänger und einem Sender, der am Zielpunkt aufgestellt wird. Akustische Signale geben die Richtung vor. Dadurch können sich Menschen mit Sehbeeinträchtigung oder Blindheit am Strand und im Wasser selbstständiger orientieren. Die Signale erleichtern auch den Weg zurück aus dem Wasser.
Die Touristinformationen in Senftenberg, Großräschen und Hoyerswerda sowie am Bärwalder See sind barrierefrei zugänglich und nach den Kriterien von „Reisen für Alle“ zertifiziert.
„Barrierefreiheit bedeutet für uns, unterschiedliche Bedürfnisse mitzudenken und konkrete Angebote zu schaffen, die Menschen mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und Wohlbefinden ermöglichen“, sagt Therés Wurzler, Projektkoordinatorin des Projekts „Netzwerk Barrierefrei im Lausitzer Seenland“.
Förderprojekt läuft seit 2024
Das Projekt „Netzwerk Barrierefrei im Lausitzer Seenland“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms STARK gefördert. Das dreijährige Förderprojekt läuft seit 2024. Es soll den barrierefreien Tourismus in der länderübergreifenden Urlaubsregion fördern und ausbauen.
Fotos: Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.
Ähnliche Beiträge
Politik
Bürgersprechstunde in Görlitz
Verkehr & Infrastruktur
Mehrere Straßen voll gesperrt
Strukturwandel
18,2 Millionen Euro für den Strukturwandel
Natur & Umwelt
Wolfsinfoabend in Spremberg
Kommunales
Kreis hält am Zentralklinikum fest
Gesellschaft
Bischofswerda ehrt Frank Mrosowski
Verkehr & Infrastruktur
Spree-Neiße baut Wasserstoffnetz
Sport
Sportcamp startet in Weißwasser
Gesellschaft
Eisenhüttenstadt würdigt Kita-Arbeit
Wirtschaft
Wird die Lausitz zum Faser-Revier?!
Bildung & Wissenschaft
Neues BTU-Zentrum erforscht Strukturwandel
Gesellschaft
Kindertrödelmarkt „Alles aus dem Kinderzimmer“
Natur & Umwelt
Die Lausitz übt den Hochwasserfall
Gesellschaft
23 Jahre Kita-Geschichte in Cottbus-Merzdorf


