L.o Redaktion | BTU Cottbus-Senftenberg
Neues BTU-Zentrum erforscht Strukturwandel
Eröffnung des Zentrums für Strukturwandel & Regionalentwicklung
Mit einer feierlichen Kick-off-Veranstaltung im Cottbuser Startblock B2 hat die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) am 10. September 2026 das Zentrum für Strukturwandel und Regionalentwicklung (ZESTUR) offiziell eröffnet. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das interdisziplinäre Forschungszentrum mit rund 18,2 Millionen Euro aus Mitteln des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen.
Forschungsfokus und methodischer Ansatz
Bis Mitte 2030 untersuchen rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sieben sozial-, planungs- und wirtschaftswissenschaftlichen Fachgebieten der BTU die gesellschaftlichen und ökonomischen Transformationsprozesse in der Lausitz. Unter der Leitung von Prof. Dr. oec. Jan Schnellenbach und Prof. Dr.-Ing. Silke Weidner setzt das Zentrum auf einen interdisziplinären Forschungsansatz:
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Fünf Themencluster bilden den Kern: Die wissenschaftliche Arbeit gliedert sich konkret in die Schwerpunkte regionale Innovationssysteme, Arbeitsmarkt, sozialer Zusammenhalt und Teilhabe, gestaltete Lebenswelten sowie Konflikte um Demokratie und Migration.
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Internationaler Vergleich erweitert die Perspektive: Die im Rahmen der Lausitzer Transformation gewonnenen Erkenntnisse werden systematisch mit Entwicklungen in anderen globalen Industrie- und Wandelregionen wie dem Ruhrgebiet oder dem US-amerikanischen Rust Belt verglichen.
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Transdisziplinarität garantiert Praxisbezug: Die Erforschung des Wandels erfolgt nicht isoliert, sondern entsteht in engem Schulterschluss mit der regionalen Bevölkerung sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Beteiligungsformate und Plattformen
Um die wissenschaftlichen Ergebnisse direkt in die praktische Regionalentwicklung zu überführen, baut das ZESTUR eine ko-kreative Transferplattform auf. Der Dialog mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort wird dabei über verschiedene konkrete Instrumente realisiert:
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Der Lausitzer Transformationsrat dient als Bindeglied: Dieses neu geschaffene Beratungs- und Austauschgremium lokaler Akteure kam direkt im Anschluss an die Auftaktveranstaltung zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.
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Die Zukunftsschmiede Lausitz schafft Bürgernähe: Als offenes Beteiligungsformat bietet die Initiative allen Anwohnerinnen und Anwohnern der Region einen Raum für aktiven Mitgestaltungswillen.
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Das Online-Portal sichert den Informationstransfer: Mit der im Rahmen der Eröffnung offiziell freigeschalteten ZESTUR-Website stehen sämtliche Forschungsergebnisse und Termine ab sofort auch digital zur Verfügung.
@ BTU, Sascha Thor
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