Neuer Chef für Seenland-Verband
Einstimmige Wahl, Amtsstart im Herbst 2026
Lausitzer Seenland/Brandenburg. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg hat eine wichtige Personalentscheidung getroffen. Die Verbandsversammlung wählte am Montag, 30.03.2026, Martin Wolf einstimmig zum neuen Verbandsvorsteher. Seine Amtszeit beginnt am Donnerstag, 01.10.2026.
Für die Region ist die Wahl von Bedeutung, weil der Verband zentrale Aufgaben bei Planung, Infrastruktur und touristischer Entwicklung im Lausitzer Seenland in Brandenburg übernimmt. Dazu gehören auch laufende Projekte an mehreren Standorten rund um die Seen.
Geordneter Wechsel an der SpitzeDer bisherige Verbandsvorsteher Detlev Wurzler scheidet zum Mittwoch, 30.09.2026 aus dem Amt aus. Die Nachfolge war nach Angaben des Verbandes planmäßig ausgeschrieben worden, um eine frühzeitige und geordnete Übergabe zu sichern.
Insgesamt gingen 14 Bewerbungen ein. Die Verbandsversammlung entschied sich für Martin Wolf. Als Gründe nennt der Verband seine fachliche Kompetenz, seine langjährige Erfahrung und seine Vorstellung zur künftigen strategischen Ausrichtung.
Martin Wolf arbeitet seit 2017 im VerbandMartin Wolf ist seit Juni 2017 Leiter Infrastruktur beim Zweckverband. Er ist 47 Jahre alt, wurde in Bautzen geboren und absolvierte dort eine Ausbildung zum Maurer. Von 2000 bis 2004 studierte er Bauingenieurwesen in Zittau. Danach arbeitete er mehrere Jahre als Projektingenieur bei der GMB GmbH in Senftenberg, bevor er 2017 zum Zweckverband wechselte.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert sich Wolf seit 2014 als DFB-Stützpunkttrainer für die Nachwuchsförderung im Fußball in Senftenberg. Außerdem ist er Mitglied der katholischen Pfarrgemeinde Senftenberg.
Laufende Projekte im Lausitzer SeenlandDer Zweckverband arbeitet derzeit an mehreren Vorhaben im Verbandsgebiet. Genannt werden unter anderem:
- das Gewässererlebnisprojekt „Anna-Mathilde“ am Großräschener See
- die Weiterentwicklung der wassertouristischen Basisinfrastruktur in der Sedlitzer Bucht mit dem Multifunktionsgebäude „KANU Sedlitz“ sowie der land- und wasserseitigen Umfeldgestaltung
- die Umfeldaufwertung im Bereich der Landmarke Rostiger Nagel
- die Modernisierung der maritimen Freizeit- und Infrastruktur am Senftenberger See
- das KOMONA-Projekt „ÖWiLand“ zur ökologischen Wiederbelebung der vom Braunkohlenbergbau geprägten Landschaft und zur Entwicklung nachhaltiger Nutzungskonzepte
- das Folgeprojekt „GeNaLe“ mit dem Schwerpunkt auf erlebbaren und nachhaltigen Natur- und Lebensräumen
Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg gestaltet nach eigenen Angaben gemeinsam mit seinen kommunalen Mitgliedern und sächsischen Partnern das Lausitzer Seenland als Tourismus- und Wirtschaftsregion. Zu seinen Aufgaben zählen die strategische Rahmenplanung, die Bauleitplanung, die Projektentwicklung und -realisierung, der Betrieb öffentlicher Infrastruktur sowie die Bewirtschaftung von Urlauberanlagen.
Im Verband arbeiten rund 150 Beschäftigte in Fest- und Saisonanstellungen. Mitglieder sind der Landkreis Oberspreewald-Lausitz sowie die Städte und Gemeinden Senftenberg, Großräschen, Altdöbern, Neu-Seeland und Lichterfeld-Schacksdorf.
Foto: Steffen Rasche
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