L.o Redaktion | IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik
Aktuelle Nachrichten aus Cottbus
Spatenstich für Erschließung und IHP Neubau in Cottbus
Platz für rund 140 Arbeitsplätze, Fertigstellung bis Ende 2029
Das IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik plant in Cottbus ein Büro- und Laborgebäude mit Platz für rund 140 Arbeitsplätze. Der Neubau soll auf dem Forschungscampus im Lausitz Science Park entstehen und Ende 2029 fertig sein. Mit einem gemeinsamen Spatenstich haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Fraunhofer-Gesellschaft und das IHP am Donnerstag, 01.10.2026, die Erschließung des Campus begonnen.
Auf dem 51.000 Quadratmeter großen Areal wollen die drei Partner in den kommenden Jahren jeweils eigene Gebäude errichten. Das IHP plant seinen Neubau als Leibniz-Standort: Eine Hälfte soll dem eigenen Bedarf dienen, die andere weiteren Instituten der Leibniz-Gemeinschaft offenstehen. Diese können das Gebäude dauerhaft oder für einzelne Projekte nutzen und dort gemeinsam über Fachgrenzen hinweg forschen.
Mikroelektronik, Materialien und künstliche Intelligenz
In Cottbus will das IHP untersuchen, wie Mikroelektronik, neue Materialsysteme und künstliche Intelligenz zusammenwirken. Dazu gehören intelligente Edge-Systeme, die Mikroelektronik und KI verbinden, verteilte Sensorik sowie neue Materialien für sensorische Anwendungen.
Vorgesehen sind Labore für Materialanalytik, Sensorik und eingebettete Systeme sowie für Biomaterialien im Gesundheitsbereich. Ein weiteres Labor soll dem Aufbau von Systemen und Demonstratoren dienen.
„Viele Fragen, an denen wir heute arbeiten, lassen sich innerhalb einer einzelnen Disziplin nicht mehr beantworten. Sensorsysteme für die Medizin etwa brauchen Mikroelektronik, Materialforschung und KI zugleich“, sagt Prof. Dr.-Ing. Gerhard Kahmen, Wissenschaftlich-Technischer Geschäftsführer des IHP.
„Mit dem Neubau bringen wir diese Fächer unter ein Dach, direkt neben der BTU und unseren Partnern auf dem Campus. Was wir hier erforschen, soll in der Lausitz angewendet werden und wird wichtige Impulse für den Strukturwandel geben.“
IHP ist seit 1998 in Cottbus aktiv
Das Institut arbeitet bereits seit 1998 in Cottbus mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) zusammen. Dazu gehören gemeinsame Professuren, ein Joint Lab und ein Joint Research Center. Seit 2023 unterhält das IHP zudem einen eigenen Standort in der Nordstraße. Dort baut es bis zum Einzug in den Neubau sein Team auf.
Am künftigen Campus wird das IHP direkter Nachbar von BTU, DLR und Fraunhofer. Geplant ist gemeinsame Forschung entlang der thematischen Schwerpunkte der BTU und des Lausitz Science Parks. Am Strukturwandel beteiligt sich das Institut außerdem mit den Projekten iCampus, OASYS und AI-DISCO. AI-DISCO hat das IHP selbst initiiert und leitet das Konsortium.
Die Erschließung des Forschungscampus wird aus Bundesmitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen gefördert. Das Land Brandenburg beteiligt sich an der Finanzierung.
Das IHP mit Sitz in Frankfurt (Oder) gehört zur Leibniz-Gemeinschaft und beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter. Es forscht an siliziumbasierten Lösungen für die Mikro- und Nanoelektronik – von Grundlagen bis zu anwendungsnahen Prototypen und Kleinserien. Bund und Land Brandenburg fördern das Institut gemeinsam.</p blister PLACEHOLDER
Foto: IHP
Ähnliche Beiträge
Wirtschaft
Konjunktur in Südbrandenburg
Sorbisch aktuell
Domowina verleiht ihren Preis 2026
Bildung & Wissenschaft
12,6 Millionen Euro für die LausitzLabs
Gesellschaft
Woidke lädt in Cottbus zum Dialog
Kommunales
Cottbus: Kataster-Sprechtag verkürzt
Bildung & Wissenschaft
BTU startet Sorbisch-Lehramtsstudium
Bildung & Wissenschaft
Nacht der kreativen Köpfe in Cottbus
Bildung & Wissenschaft
BTU-Team gewinnt mit Schwammgarten
Wirtschaft
Mittelstand fordert Kurswechsel in der Verkehrspolitik
Verkehr & Infrastruktur
Cottbus: Gleissperrung am Brandenburger Platz
Sport
Drei Pokalsiege für den LHC Cottbus

