L.o Redaktion | Stadt Forst/.L
Nachrichten aus dem Landkreis Spree-Neiße
Wassernixe kehrt nach Forst zurück
Enthüllung am 10. Oktober im historischen Pergolenhof.
Die rekonstruierte „Wassernixe“ kehrt in den Ostdeutschen Rosengarten in Forst zurück. Am Samstag, 10.10.2026, 14:30 Uhr wird die Skulptur im Pergolenhof feierlich enthüllt. Bürgermeisterin Simone Taubenek und die Forster Rosenkönigin Stefanie III. präsentieren die Figur gemeinsam der Öffentlichkeit.
Die Enthüllung findet im Rahmen des 5. deutsch-polnischen Parkseminars statt. Freiwillige Helfer arbeiten an diesem Tag in der historischen Parkanlage und engagieren sich für deren Pflege und Weiterentwicklung. Auch die Beete rund um die „Wassernixe“ werden neu gestaltet: Rund 130 Rhododendren und hunderte Waldsteinien-Stauden sollen dort gepflanzt werden.
Nach historischen Fotografien rekonstruiert
Die „Wassernixe“ entstand im Vorfeld der Rosen- und Gartenbauausstellung von 1913. In historischen Quellen wird sie auch als „Nymphe“ oder „Mädchen mit Frosch“ bezeichnet. Wie das „Mädchen mit Wasserkrug“ schuf sie der Cottbuser Bildhauer Walter Adler. Beide Figuren gehörten zur ursprünglichen künstlerischen Ausstattung des Pergolenhofes.
Das „Mädchen mit Wasserkrug“ konnte bereits zum 110-jährigen Jubiläum des Ostdeutschen Rosengartens an seinen historischen Standort zurückkehren. Die ursprüngliche „Wassernixe“ galt dagegen weiterhin als verschollen. Der letzte bislang bekannte fotografische Nachweis stammt aus dem Jahr 1971.
Da weder Teile der ursprünglichen Figur noch Formen erhalten geblieben sind, wurde die „Wassernixe“ anhand weniger historischer Fotografien zunächst als Tonmodell rekonstruiert. Anschließend entstand die Skulptur in einem speziellen Betongussverfahren. Die Arbeiten übernahm die Firma Stuckhaus Scherf und Ritter aus dem sächsischen Waldenburg, die bereits das „Mädchen mit Wasserkrug“ rekonstruiert hatte.
Eine private Spende ermöglicht die Rückkehr der „Wassernixe“. Sie wird gegenüber dem „Mädchen mit Wasserkrug“ wieder den Platz einnehmen, an dem sie vor mehr als 110 Jahren stand.
Foto: Stadt Forst (Lausitz)/ M. Baum
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