News und Nachrichten aus dem Spreewald
MVZ Finanzdebakel Lübben
Kritik an Krediten und Prioritäten der Stadt wächst
In Lübben sorgt die Finanzierung des kommunalen Medizinischen Versorgungszentrums, kurz MVZ, für Kritik. Im Mittelpunkt stehen das Defizit des ersten Betriebsjahres, weitere Kredite aus kommunalem Umfeld und die Frage, wie die Stadt ihre Mittel verteilt.
Das städtische MVZ wurde am Donnerstag, 02.01.2025, eröffnet. Für den Aufbau erhielt es nach den vorliegenden Angaben einen Kredit über 1.650.000,00 € von der Lübbener Wohnungsbaugesellschaft, einer 100-prozentigen Tochter der Stadt.
Nach den genannten Haushaltsunterlagen schloss das MVZ das Jahr 2025 mit einem Minus von 878.000,00 € ab. Laut Kritik aus dem vorliegenden Text konnten nur äußerst knapp die Personalkosten aus den Erlösen gedeckt werden. Inzwischen folgte demnach ein weiterer Kredit über 1.000.000,00 €, erneut über die LWG.
Kritik an Alleingang und fehlender Kooperation
Im Text wird die Frage aufgeworfen, warum die Stadt ein eigenes MVZ aufgebaut hat, obwohl sich gegenüber bereits das MVZ des Landkreises Dahme-Spreewald befindet. Kritisiert wird, dass stattdessen keine Kooperation, Unterstützung oder gemeinsame Ansiedlung gewählt wurde.
Zugleich wird die finanzielle Prioritätensetzung der Stadt infrage gestellt. Genannt werden Diskussionen über Einsparungen bei Kindergärten, Touristeninformation, Kultur, Ehrenamt und Stadtfesten. Besonders hervorgehoben wird dabei die frühere TKS, die im Text als touristische Visitenkarte der Stadt mit Stadtmarketing, Wochenpost, Gästeservice und touristischer Kompetenz beschrieben wird.
Forderung nach mehr Transparenz
Der vorliegende Beitrag fordert eine nachvollziehbare Erklärung für die weiteren Mittel. Kritisiert wird, dass in städtischen Verlautbarungen von Meilensteinen und Versorgungssicherheit die Rede sei, die finanziellen Folgen aber nicht in gleicher Deutlichkeit benannt würden.
Außerdem wird die Führung des kommunalen MVZ thematisiert. Im Text heißt es, ein Nicht-Mediziner sei als Geschäftsführer eingesetzt worden. Ebenfalls erwähnt werden eine seit Monaten fehlende Verfügbarkeit des Geschäftsführers sowie Personalfluktuation und Unzufriedenheit. Weitere Details dazu werden jedoch nicht genannt.
Namentlich genannt wird Bürgermeister Jens Richter. Die Kritik richtet sich zudem an die Fraktionen, die den Kurs nach Darstellung des Textes mittragen.
Für Lübben bleibt damit vor allem eine politische Kernfrage: Warum werden bei freiwilligen Leistungen Einschnitte diskutiert, während das kommunale MVZ weiter mit Millionenbeträgen gestützt wird?
Niemand muss die ursprüngliche Idee hinter dem MVZ infrage stellen. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt oft ein erheblicher Unterschied. Der Umgang mit öffentlichen Geldern verlangt klare Kontrolle, Offenheit und die Bereitschaft, Fehlentscheidungen nicht zu verschweigen.
Deshalb bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet: Folgt die Sparpolitik nachvollziehbaren Kriterien oder richtet sie sich vor allem nach politischen Interessenlagen?
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