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Auftrag für Straßenbahnen vergeben
Stadler liefert Fahrzeuge für Görlitz und Zwickau
Die Gesellschafterversammlungen haben gemäß der Empfehlung der Aufsichtsräte der Görlitzer Verkehrsbetriebe GmbH (GVB) und der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ) der Vergabe zur Lieferung von insgesamt 14 meterspurigen Niederflur-Straßenbahnfahrzeugen an Stadler zugestimmt. Acht Fahrzeuge sind für Görlitz, sechs für Zwickau vorgesehen. Die Geschäftsführer wurden ermächtigt, alle notwendigen Verträge abzuschließen. Der Vertragsabschluss erfolgte am 15. April 2026.
Die neuen Fahrzeuge sind rund 30 Meter lang, 2,30 Meter breit und barrierefrei ausgeführt.
Die Vergabe wurde nach der Insolvenz des ursprünglichen Herstellers HeiterBlick GmbH vollständig neu gestartet. Nach einem Teilnahmewettbewerb im Herbst 2025 konnten bis Ende Januar 2026 Angebote eingereicht werden. Es folgten Verhandlungen und die Bewertung der Angebote, die nun mit der Zuschlagserteilung abgeschlossen wurden.
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu erklärt, dass Görlitz auch künftig auf die Straßenbahn setzt. Die neuen barrierefreien Fahrzeuge seien bereits in mehreren europäischen Städten im Einsatz. Parallel dazu laufen technische Anpassungen an der Infrastruktur. Zudem wurden in Bürgerversammlungen das Projekt ÖPNV-Modellstadt sowie geplante Modernisierungen, unter anderem an den Verkehrsknotenpunkten Demianiplatz und Bahnhof-Südausgang, vorgestellt.
Die Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt betont, dass die Straßenbahn seit über 130 Jahren ein zentraler Bestandteil des Stadtverkehrs ist und dies auch künftig bleiben soll. Die neuen Fahrzeuge und das Infrastrukturprojekt STADTbahn+ bilden dafür eine wichtige Grundlage für einen modernen und leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr.
Die Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe heben hervor, dass die neuen Fahrzeuge moderne, barrierefreie und technisch fortschrittliche Lösungen bieten. Sie ersetzen schrittweise die bestehenden Tatra-Hochflurfahrzeuge und verbessern Komfort, Sicherheit und Arbeitsbedingungen.
Nach dem Vertragsrücktritt wurde gemeinsam ein europaweites Vergabeverfahren durchgeführt. Vier Anbieter beteiligten sich am finalen Angebotsprozess. Stadler setzte sich im Ergebnis durch und wird die Fahrzeuge bis 2028 liefern.
Grafik: Görlitzer Verkehrsbetriebe.
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