L.o Redaktion | Stadtverwaltung Niesky
Politik & Kommunal-News aus der Oberlausitz
72 Bewerber für Holzbau in Niesky
Abgabe ist Ende Oktober, die Jury tagt im November.
Für die geplante Musterholzbausiedlung am Albinmüllerweg in Niesky sind 72 Anmeldungen eingegangen. Der europaweit offene Ideenwettbewerb stößt damit auch außerhalb Deutschlands auf Interesse. Aktuell erarbeiten die Bewerber ihre Konzepte für das rund 10.000 Quadratmeter große Grundstück.
Vier Bewerber kommen direkt aus der Region, ein Drittel der Anmeldungen stammt aus Sachsen. Weitere Bewerbungen gingen unter anderem aus der Schweiz, Österreich, Estland, Norwegen und Großbritannien ein.
Gesucht werden Entwürfe, die städtebauliche und architektonische Qualität mit modernen Ansätzen des Holzbaus verbinden. Vorgesehen ist ein Quartier, das unterschiedliche Wohnbedürfnisse berücksichtigt und wirtschaftlich umgesetzt werden kann.
Eine wichtige Rolle spielen dabei serielles und modulares Bauen, ein hoher Grad der Vorfertigung, wiederverwendbare Konstruktionen und ressourcenschonende Baustoffe.
„Dass sich neben Akteuren aus Niesky und Sachsen auch Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern mit der Zukunft des Holzbaus in unserer Stadt beschäftigen, freut uns sehr“, sagt Nieskys Oberbürgermeisterin Kathrin Uhlemann.
Abgabe bis Freitag, 30.10.2026
Die fertigen Wettbewerbsarbeiten müssen bis Freitag, 30.10.2026, eingereicht werden. Mitte November will die Jury die Vorschläge sichten und bewerten. Die ausgezeichneten Entwürfe sollen anschließend öffentlich präsentiert werden und als Grundlage für die weitere Entwicklung der Siedlung dienen.
Ausgelobt wird der Wettbewerb im Auftrag der Stadt Niesky von der Holzbau Kompetenz Sachsen GmbH. Deren Geschäftsführer Sören Glöckner verweist auf die Verbindung von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Vorfertigung, Wirtschaftlichkeit und architektonischer Qualität.
Niesky knüpft an Holzbaugeschichte an
Mit dem Projekt greift Niesky seine mehr als 100 Jahre alte Holzbaugeschichte auf. Die Christoph & Unmack AG machte die Stadt zu einem international bedeutenden Standort des industriellen Holzbaus. Die dort gefertigten Holzhäuser und Werkssiedlungen zeigten früh die Möglichkeiten serieller und industrieller Bauweisen.
Auf dem Grundstück am Albinmüllerweg soll diese Tradition unter heutigen Bedingungen weiterentwickelt werden. Geplant ist ein Quartier, das nachhaltiges, ressourcenschonendes und wirtschaftliches Bauen in Holzbauweise beispielhaft verbindet.
Ähnliche Beiträge
Kommunales
Busverkehr bewegt Demitz-Thumitz
Politik
Bürgersprechstunde in Görlitz
Kommunales
Bischofswerda erhält 6,5 Millionen
Kommunales
Bauanträge in Bautzen digital
Kommunales
Niesky berät über Schulsanierung
Politik
Florian Oest führt CDU Görlitz
Politik
Oest aus Görlitz gegen ein AfD-Verbot
Politik
Barkasse zieht ins Gewandhaus

