L.o Redaktion | Stadt Niesky
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Niesky berät über Schulsanierung
Das 1,1-Millionen-Projekt braucht 440.000 € Eigenmittel.
Der Nieskyer Stadtrat befasst sich am 7. September mit einem Fördermittelantrag für die Sanierung der Grundschule. Das Vorhaben umfasst Investitionen von 1,1 Millionen €. Bei einer Förderung von 60 % müsste die Stadt Eigenmittel in Höhe von 440.000 € aufbringen.
Hintergrund ist die geplante Zusammenführung von Grundschule und Hort ab 2028 oder 2029. Der Hort befindet sich derzeit in einem separaten Gebäude in der Ödernitzer Straße 16, der sogenannten Roten Schule. Der Stadtrat hatte die Integration bereits im Juni beschlossen. Dabei spielen auch die voraussichtlich deutlich sinkenden Kinderzahlen in etwa fünf Jahren eine Rolle.
Für die gemeinsame Nutzung sollen das Schulgebäude und das Gelände angepasst werden. Geplant sind mehr Lehr- und Spielmöglichkeiten im Außenbereich, der Einbau einer Ausgabeküche für das Schulessen sowie eine neue Raumaufteilung. Schule und Hort haben sich nach Angaben aus der Stadt bereits über die künftige gemeinsame Nutzung des Geländes verständigt.
Grundstücksverkäufe sollen Eigenanteil sichern
Von den benötigten Eigenmitteln sollen 250.000 € aus dem Sachsenfond kommen. Den übrigen Betrag will die Stadt durch Grundstücksverkäufe finanzieren. Dazu stehen mehrere Beschlüsse auf der Tagesordnung.
Ein möglicher Verkauf betrifft die Erholungssiedlung Tonschacht, die seit mehr als 30 Jahren von einem Verein bewirtschaftet wird. Der Verein hatte bereits 2011 Interesse an einem Kauf bekundet, dieses später aber zurückgezogen. Nun soll die Möglichkeit erneut aufgegriffen werden.
Außerdem geht es um einen durch Quetschwasser gespeisten Teich in Stannewisch. Das Grundstück soll dem langjährigen Pächter angeboten werden, nachdem dieser Kaufinteresse bekundet hatte. Nach der kommunalen Grundstücksveräußerungsverordnung besitzen Pächter ein Vorkaufsrecht.
Die Stadträte müssen damit zwischen dem Verkauf der Grundstücke zugunsten der Schulinvestition und der Fortsetzung der Pachtverhältnisse mit laufenden Einnahmen für den defizitären Haushalt abwägen. Einige Stadträte hatten im Vorfeld signalisiert, dass die Schule aus ihrer Sicht auch mit geringerem Aufwand hergerichtet werden könnte.
Weitere Themen im Stadtrat
Die Freie Schule konnte ihre Arbeit zum neuen Schuljahr nicht aufnehmen. Ob ein Start im kommenden Jahr weiterhin geplant ist, soll in einer Pressemitteilung bekannt gegeben werden. Die Stadträte hatten das Vorhaben begrüßt, weil dadurch das voraussichtlich ab 2028 frei werdende Gebäude in der Ödernitzer Straße 16 weiter genutzt werden könnte.
Auf der Tagesordnung stehen außerdem die Ehrung des Friedensrichters Norbert Polossek und die Neuwahl des Friedensrichters. Zudem soll über den aktuellen Stand des Ideenwettbewerbs für die Holzhaussiedlung am Albinmüllerweg berichtet werden.
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