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Busverkehr bewegt Demitz-Thumitz
Beim Bürgergespräch mit Landrat Udo Witschas ging es um Buslücken, den Straßenbau in Wölkau, Schwimmunterricht und die örtliche Kegelbahn.
Busverbindungen für Schüler, der Straßenbau in Wölkau und die Zukunft örtlicher Einrichtungen standen beim Bürgergespräch „Auf ein Wort“ am Donnerstag, 10.09.2026, in Demitz-Thumitz im Mittelpunkt. Rund 25 Gäste kamen im Feuerwehrgerätehaus mit Landrat Udo Witschas, Vertretern des Landkreises und Bürgermeistern aus der Region Bischofswerdaer Land ins Gespräch.
Lange Wartezeiten und volle Busse
Mehrere Bürger schilderten Probleme bei der Schülerbeförderung. Auf der Verbindung zwischen Gaußig und Demitz-Thumitz gebe es am Nachmittag eine Taktlücke. Schüler müssten deshalb nach Schulschluss teilweise mehr als eine Stunde auf den Bus warten. Zudem seien Busse am frühen Morgen so voll, dass vor allem Grundschüler mit ihren Schulranzen häufig keinen Sitzplatz bekämen. Eine Elterninitiative beschäftigt sich bereits mit dem Thema.
Witschas verwies auf die Schülerbeförderung als Pflichtaufgabe des Landkreises. Zugleich könnten Gespräche mit Schulen über Anfangs- und Endzeiten helfen, Anschlüsse besser abzustimmen. Der Erste Beigeordnete Jörg Szewczyk und der Leiter des Straßenverkehrsamtes, Herr Glas, sollen gemeinsam mit dem betroffenen Bürger nach einer Lösung suchen.
Auch die Buslinie 734 war Thema. Sie fährt nach Angaben einer Bürgerin aus Medewitz nur während der Schulzeit. Ferienangebote zur Berufsorientierung seien für Jugendliche deshalb schwer erreichbar. Der Landkreis will prüfen, weshalb es in den Ferien keine Verbindung gibt. Szewczyk und Glas sollen dazu Kontakt mit der Bürgerin aufnehmen.
Landkreis ist nicht für Lehrer zuständig
Auf eine Frage zum Lehrermangel erklärte Witschas, dass der Landkreis für die Rahmenbedingungen und Gebäude seiner Schulen zuständig sei. Das Lehrpersonal liege dagegen in der Verantwortung des Freistaates Sachsen. Nach seinen Angaben gibt es bereits Anreize für Referendare auf dem Land, viele Nachwuchslehrer ziehe es dennoch in größere Städte.
Straßenbau in Wölkau bis 2028
Beim Straßenbauprojekt in Wölkau forderten Bürger mehr Informationen über Fortschritte und Verzögerungen. Beigeordnete Dr. Romy Reinisch erklärte, dass die Maßnahme wegen unterschiedlicher Projektpartner und der jährlichen Kostenabrechnung mit dem Freistaat in vier Abschnitte geteilt wurde. Der zweite Bauabschnitt soll bis Juni 2027 abgeschlossen werden, der dritte bis Juni 2028.
Bürgermeister Alexander Pötschke nannte unvorhergesehene Umplanungen, verspätete Materiallieferungen und den Winter als Gründe für Verzögerungen. Ob bereits fertige Teilstücke vorübergehend geöffnet werden können, hänge laut Reinisch von der Verkehrssicherheit ab. Sie will dies bei der weiteren Planung berücksichtigen.
Bei langfristigen Straßenbaumaßnahmen sollen zudem Leerrohre für einen späteren Glasfaserausbau verlegt werden. Für die Uhyster Straße will Reinisch den geplanten Ausbau konkret prüfen. Nach Angaben des Landrates strebt der Landkreis eine vollständige Glasfaserversorgung bis in die 2030er Jahre an.
Freibäder suchen gemeinsame Lösungen
Beim Thema Freibad Schmölln berichtete der Fachreferent des Landrates, Tobias Schilling, über mehrere Gespräche zur Zukunft der Bäder. Im Mittelpunkt standen Schwimmunterricht in Freibädern, Doppelstunden und ein möglicher Personalaustausch zwischen Einrichtungen.
Doppelstunden sind demnach möglich, wenn die jeweilige Gemeinde und die Schulleitung zustimmen. Beim Schwimmunterricht in Freibädern und beim Austausch von Personal seien dagegen noch organisatorische und bürokratische Fragen offen. Bischofswerdas Oberbürgermeister Holm Große erklärte, dass weiter an Lösungen gearbeitet werde.
Hilfe für Kegelverein geplant
Der Kegelverein Demitz-Thumitz sucht Unterstützung für die Erneuerung seiner in die Jahre gekommenen Bahn. Eine weitere Bahnabnahme sei nach Angaben eines Vereinsmitglieds derzeit nicht in Aussicht. Witschas verwies darauf, dass die Investition Aufgabe der Gemeinde sei. Bürgermeister Pötschke sagte Unterstützung zu.
Der Verein soll außerdem mit Dr. Romy Reinisch, dem Förderlotsen des Kreisentwicklungsamtes, dem Kreissportbund und gegebenenfalls der Sächsischen Aufbaubank über Fördermöglichkeiten sprechen. Auch über das Projekt Partnerschaften für Demokratie bei der Stadt Bischofswerda könnten Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Schlamm aus Löschteich wird zwischengelagert
In Medewitz soll Schlamm aus dem Löschteich vorübergehend auf einem separaten Wiesenstück im Park trocknen. Eine Bürgerin hatte Bedenken geäußert, weil sich dort ein Spielplatz und ein Rastplatz befinden und im Oktober das Brauchtumsfeuer stattfindet.
Bürgermeister Pötschke erklärte, dass der Teich entschlammt werden müsse, weil Ablagerungen die Wasserentnahme bei Löscheinsätzen behinderten. Die Zwischenlagerung senke die Kosten der späteren Entsorgung. Nach Angaben der Gemeinde handelt es sich nur um eine vorübergehende Lösung.
Nächstes Gespräch in Laußnitz
Das nächste Bürgergespräch mit Landrat Udo Witschas findet am Dienstag, 06.10.2026, von 17:30 bis 19:00 Uhr, im Speiseraum der Grundschule Laußnitz, Schulstraße 5a, statt. Eingeladen sind Einwohner aus Elstra, Haselbachtal, Kamenz, Königsbrück, Laußnitz, Neukirch, Oßling und Schwepnitz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Foto: Landratsamt Bautzen
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