Politik & Kommunal-News aus der Oberlausitz
Neuer Beirat für Kamenz-Ost?
Mehr als 80 Bürger diskutierten Probleme und Pläne vor Ort.
In Kamenz-Ost hat die Stadt am Montag, 26.05.2025, zu einer Einwohnerversammlung eingeladen. In der Turnhalle der Grundschule am Forst informierte Oberbürgermeister Michael Preuß gemeinsam mit weiteren Akteuren über die Entwicklung des Stadtteils. Ein zentrales Thema des Abends war der Vorschlag, einen Stadtteilbeirat zu gründen.
Nach Angaben der Stadt kamen über 80 Besucher zu der Versammlung. Der Ort war bewusst mitten im Stadtteil gewählt worden, um aktuelle Informationen direkt vor Ort zu vermitteln und mit den Bürgern über Perspektiven für Kamenz-Ost ins Gespräch zu kommen.
Stadt, Wohnungsunternehmen und Projekte stellen Pläne vorOberbürgermeister Michael Preuß machte in seiner Einführung deutlich, dass Kamenz-Ost für Stadtrat und Stadtverwaltung eine wichtige Rolle spielt. Zugleich brachte er die Bildung eines Stadtteilbeirats ins Gespräch.
Anschließend stellten die beiden großen Wohnungsunternehmen SWG Kamenz und WBG ihre Positionen und Vorstellungen zur Weiterentwicklung des kompakten Wohngebiets vor.
Vorgestellt wurden außerdem soziale Projekte, die im Rahmen von ESF-Maßnahmen in Kamenz-Ost laufen:
- „Quartier hier 4.0“ mit Petra Hoppe
- „Jugend macht“ und das Haus der Begegnung durch einen Vertreter des Vereins
- „Uroma gesucht 3.0“ mit Kerstin Queißer
Auch die Polizei war vertreten. Revierleiter Michael Kummer schilderte die Lage aus Sicht der Polizei und sprach dabei auch bestehende Problemfelder an.
Zwei Vorhaben für den StadtteilBesonders im Blick standen zwei Projekte, die eng mit der weiteren Entwicklung von Kamenz-Ost verbunden sind. Vorgestellt wurden die „Neue Mitte Kamenz-Ost“ sowie der Neubau einer neuen Kindereinrichtung mit Treffpunkt für die Einwohner des Stadtteils. Hinzu kommt die umfassende Sanierung und Modernisierung eines teilleeren Wohnblocks an der Fichtestraße.
Von der Fichtestraße bis zu defekten WegenIn der anschließenden Frage- und Gesprächsrunde wurden zahlreiche große und kleine Probleme aus dem Alltag angesprochen. Breiten Raum nahm die Diskussion über das Für und Wider einer Öffnung der Fichtestraße ein. Während einige darin eine bessere Anbindung an die Stadt sehen, verwiesen andere auf Sicherheitsbedenken.
Weitere Themen waren fehlende Wäschestangen, mehr Verkehrskontrollen, defekte Fußwege, beschädigte Gullys sowie Kritik an einem Versandhändler, dessen Personal und Fahrzeuge nach Einschätzung von Anwohnern Probleme ins Viertel bringen. Zur Frage der Wäschestangen erklärte die SWG, dass diese nachgerüstet werden.
Die Versammlung soll nach diesen Angaben der Auftakt für weitere Gesprächsrunden sein. Der vorgeschlagene Stadtteilbeirat könnte dabei ein neues Bindeglied zwischen Bürgerschaft, Stadtverwaltung und Stadtrat werden.
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