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Stadt Niesky plant für 860.000 €
Projekte für Wege, Schule und Regenkanal
In Niesky soll ein erster Teil der Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes für konkrete Investitionen vor Ort eingesetzt werden. Nach Angaben der Stadt stehen insgesamt rund 2,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren zur Verfügung. Für eine erste Tranche in Höhe von 860.000,00 € soll Niesky dem Landkreis nun Projekte melden.
Oberbürgermeisterin Kathrin Uhlemann hat dazu gemeinsam mit der Verwaltung erste Vorschläge erarbeitet. Die Ausschüsse des Stadtrats haben in dieser Woche darüber beraten. Am Sonntag, 04.05., 00:00 Uhr soll die Liste beschlossen werden.
Verkehrswege stehen weit oben„Wichtig ist mir, dass diese Mittel sichtbar investiv wirken“, betont Oberbürgermeisterin Uhlemann. „Sie dürfen keine Haushaltslöcher stopfen und keine Maßnahmen ersetzen, die ohnehin notwendig wären.“
Ein Schwerpunkt ist die Straße am Bahnhof mit dem Kopfsteinpflasterabschnitt bis zur Herbert-Balzer-Straße. Nach Angaben der Stadt besteht dort seit Jahren Handlungsbedarf, vor allem wegen des fehlenden Rad- und Fußwegs. Die Maßnahme sollte ursprünglich über das EFRE-Programm umgesetzt werden, wurde jedoch 2024 vom Stadtrat zurückgegeben. Nun soll die Sanierung erneut vorgeschlagen werden.
Auch weitere Straßen sind im Blick. Genannt werden die Bergstraße und die Helmut-Just-Straße. Die Sanierung der Bergstraße ist demnach nur gemeinsam mit dem letzten Bauabschnitt der Helmut-Just-Straße möglich. Dieser soll 2028 angegangen werden. Laut Stadt sind die genannten Straßen aus Eigenmitteln nicht finanzierbar und nur mit zusätzlichen Fördermitteln umsetzbar.
Schule, Hort und BürgerhausAußerdem prüft die Stadt eine Zusammenführung von Hort und Grundschule am Standort Niesky. Hintergrund sind rückläufige Kinderzahlen. Dafür wären Anpassungen im Innen- und Außenbereich nötig, darunter Beschattung, neue Spielgeräte, ein grünes Klassenzimmer sowie eine Ausgabeküche mit Mensa.
„Die Zusammenführung soll für Kinder, Eltern, Lehrkräfte und Erzieher ein Gewinn sein“, so Uhlemann. „Dafür wollen wir investieren und das weitere Vorgehen gemeinsam mit allen Beteiligten abstimmen.“
Geplant ist, Mittel aus dem Sondervermögen mit der Schulbauförderung zu kombinieren. Auch das Bürgerhaus, in dem das Schulessen zubereitet wird, benötigt nach Angaben der Stadt eine Küchensanierung. Wenn möglich, sollen dafür ebenfalls Mittel aus dem Sondervermögen genutzt werden.
Regenwasserkanal soll Überflutungen mindernEin weiterer Vorschlag betrifft die Erneuerung des Regenwasserkanals zwischen Gymnasium und Richard-Neumann-Straße. Der Kanal soll künftig auch Rückhaltekapazitäten bieten, um bei Starkregen Überflutungen des Molkereigrabens und angrenzender Straßen zu verhindern. Vorgesehen ist eine anteilige Finanzierung aus dem Sondervermögen.
Fotos: Stadt Niesky
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