L.o Redaktion | Land Brandenburg
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Virtuelles Bauamt in ganz Brandenburg verfügbar
Die Einführung begann 2024 im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Brandenburg hat alle Bauaufsichtsbehörden an das Virtuelle Bauamt angeschlossen. Wie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 6. Oktober 2026 mitteilte, können Baugenehmigungsverfahren damit landesweit vom Antrag bis zur Genehmigung vollständig digital abgewickelt werden. Die Plattform dient dem Datenaustausch aller Beteiligten und setzt nach Angaben des Ministeriums das Recht auf digitale Verwaltungsdienstleistungen entsprechend dem Onlinezugangsgesetz um.
Digitales Verfahren soll Aufwand verringern
Nach Hamburg und Bremen ist Brandenburg laut Ministerium das erste Flächenland, in dem sämtliche Bauaufsichtsbehörden angeschlossen sind. Menschen und Unternehmen können ihre Bauanträge damit überall im Land digital stellen. Bauminister Robert Crumbach erklärte, das Ziel einer landesweiten Einführung bis 2026 sei erreicht.
An den Verfahren sind Antragstellerinnen und Antragsteller, Planerinnen und Planer, Fachbehörden sowie Bauaufsichtsbehörden beteiligt. Die Plattform ist direkt an das Fachverfahren der Bauaufsicht angebunden. Laut Ministerium entfallen dadurch unter anderem das Ausdrucken, Unterzeichnen und Versenden der Anträge per Post. Bauherren und Entwurfsverfasser müssen nicht mehr wie bisher drei Papierakten erstellen. Das Ministerium erwartet weniger Verfahrensaufwand; die digitale Bearbeitung kann die Verfahrenszeiten verkürzen.
Einführung begann in Oberspreewald-Lausitz
Der landesweiten Umsetzung ging eine Pilotphase voraus. 2024 begann die Einführung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Der Landkreis übernahm zugleich die Funktion der koordinierenden Stelle für die Weiterentwicklung des Virtuellen Bauamts.
In enger Zusammenarbeit mit dem Zentralen IT-Dienstleister des Landes Brandenburg, ZiTBB, wurde die Plattform anschließend schrittweise in weiteren unteren Bauaufsichtsbehörden eingeführt. Zu den weiteren Pilotpartnern gehörten die Landkreise Märkisch-Oderland und Elbe-Elster. Crumbach dankte den Kommunen und Landkreisen, die das Projekt gemeinsam mit dem IT-Dienstleister umgesetzt haben.
Pilotkreis berechnete mögliche Papierersparnis
Die untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz bearbeitet nach ihrer Berechnung zu Beginn der Pilotphase durchschnittlich 600 Bauanträge im Jahr. Bei vollständiger Digitalisierung dieser Anträge könnten jährlich rund 250.000 Blatt Papier eingespart werden. Der Papierumfang eines einzelnen Bauantrags variiert dabei je nach Vorhaben stark. Die Zahl beschreibt somit ein mögliches Einsparpotenzial.
Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung sowie das Ministerium des Innern und für Kommunales förderten das Projekt mit Zuwendungen.
Mit dem vollständigen Anschluss ist die landesweite Einführung umgesetzt. Informationen und den Zugang zum Virtuellen Bauamt bietet das Land unter https://vba.brandenburg.de an.
© MIL
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