„Die Freiheit winkt!“ Juli 2026 Bautzen
Nach fünf Jahren Wanderschaft wird die Ausstellung des Sorbischen Instituts zur Langen Nacht der Kultur in Bautzen präsentiert
In Bautzen ist die Wanderausstellung „Die Freiheit winkt! Die Sorben und die Minderheitenfrage nach 1918“ jetzt im Steinhaus zu sehen. Dort wird sie zur Langen Nacht der Kultur präsentiert und kann bis Freitag, 03.07.2026 besichtigt werden.
Die Ausstellung des Sorbischen Instituts ist seit mehr als fünf Jahren unterwegs. Seit der Vernissage im April 2021 im Sorbischen Museum Bautzen war sie an 22 Stationen in Deutschland, Polen und Tschechien zu sehen. Im Durchschnitt blieb sie 46 Tage an einem Ort.
Ausstellung mit Stationen in drei Ländern„Ich freue mich sehr, dass ,Die Freiheit winkt!‘ an so vielen Orten gezeigt wurde. Die darin thematisierten Hoffnungen und Visionen der Sorben nach dem Ersten Weltkrieg waren Teil eines europäischen Neuordnungsprozesses. Die dabei aufgeworfenen Fragen von Toleranz, Mitbestimmung und Minderheitenschutz sind bis heute aktuell“, sagt Dr. Friedrich Pollack, Kurator und Abteilungsleiter Kulturwissenschaften am Sorbischen Institut.
Zehn Stationen lagen außerhalb Deutschlands. Genannt werden Praha, Mladá Boleslav, Duchcov, Varnsdorf und Liberec in Tschechien sowie Poznań, Szczecin, Zielona Góra und Opole in Polen.
Nach Angaben des Sorbischen Instituts ist die Nachfrage weiterhin groß. Für das Haus zeigt das Format der Wanderausstellung, dass Wissen über die Sorben und ihre Geschichte an vielen Orten zugänglich gemacht werden kann.
Zweisprachige Tafeln und mehrsprachige Hefte„Die Nachfrage ist nach wie vor groß. Es zeigt, dass das Format der Wanderausstellung zwei Vorteile hat: Zum einen macht es Wissen über Sorben und ihre Geschichte breit zugänglich und zum anderen erlaubt es Interessierten, dieses Wissen an ihren Ort zu holen“, sagt Dr. Jana Piňosová, Kuratorin und Historikerin am Sorbischen Institut.
Die Ausstellung umfasst 15 Tafeln. Sie sind durchgängig zweisprachig in Deutsch und Obersorbisch gestaltet. Ergänzend gibt es gedruckte Begleithefte auf Niedersorbisch, Tschechisch, Polnisch und Englisch.
Blick in Archive von Washington bis PragFür die Ausstellung recherchierten die Wissenschaftler in rund 40 Archiven, von Washington D.C. bis Prag. Ausgewählt wurden zahlreiche bislang kaum bekannte Dokumente und Bilder, darunter Flugblätter, Fotografien, Karikaturen und politische Plakate. Die Materialien stammen unter anderem aus dem Archivverbund Bautzen, dem Sorbischen Museum und dem Sorbischen Kulturarchiv.
Gefördert wurde das Projekt durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, die Sächsische Staatsregierung, den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds sowie die Stiftung für das sorbische Volk.
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