Fernwärmevertrag für Spremberg bis 2037
Fernwärmelieferung gesichert, schrittweise Umstellung geplant
Die Stadtwerke Spremberg (Lausitz) und die LEAG haben sich auf einen neuen Vertrag zur Fernwärmelieferung für Spremberg geeinigt. Damit bleibt die Wärmeversorgung aus dem Kraftwerks- und Industriestandort Schwarze Pumpe langfristig geregelt.
Fernwärme aus Schwarze Pumpe bis 2037
Der bisherige Fernwärmeliefervertrag läuft am Donnerstag, 30.04.2026, aus. Der nun vereinbarte Folgevertrag sichert die Lieferung von Fernwärme aus den Kraftwerksblöcken und ölbetriebenen Hilfskesseln des Kraftwerks Schwarze Pumpe bis Freitag, 31.12.2037.
Die Lieferung orientiert sich an der flexiblen Fahrweise des Kraftwerks. An Tagen, an denen aus wirtschaftlichen Gründen keine Fernwärme aus Braunkohle bereitgestellt wird, übernimmt die Versorgung über Hilfskessel. Diese ergänzenden Dampferzeuger unterstützen die Hauptanlagen und liefern unter anderem Dampf für den Start des Kraftwerks. So soll die Wärmeversorgung insgesamt flexibel und zuverlässig bleiben.
Schrittweise Umstellung auf klimafreundliche Wärme
Beide Unternehmen haben vereinbart, die Fernwärme bis zum Jahr 2030 schrittweise auf CO2-arme und im weiteren Verlauf auf CO2-freie Technologien umzustellen. Damit sollen die gesetzlichen Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes eingehalten werden.
Die Vereinbarung verbindet nach Angaben der Partner die Sicherung der Wärmeversorgung in Spremberg mit dem Umbau hin zu einer klimafreundlicheren Energie- und Wärmeversorgung.
Aussagen der Vertragspartner
Michael Schiemenz, Geschäftsführer der Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH, hebt die Bedeutung der Einigung für die Stadt hervor:
„Die erfolgreiche Einigung ist das Ergebnis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und unseres gemeinsamen Verständnisses für die Bedeutung einer nachhaltigen und sicheren Fernwärmeversorgung. Wir setzen damit ein starkes Zeichen für die Zukunft unserer Stadt und stehen weiterhin als verlässlicher Partner an der Seite unserer Kunden.“
Er beschreibt die Verhandlungen über den neuen Vertrag ab Freitag, 01.05.2026, als anspruchsvoll, da wirtschaftliche Stabilität, eine nachhaltige Energieversorgung und die Interessen der Kunden zusammengeführt werden mussten. Durch intensive Gespräche sei eine Lösung gefunden worden, die den Beteiligten Planungssicherheit gebe.
LEAG-Vorstandsvorsitzender Adi Roesch betont die Rolle des Unternehmens beim Umbau der Wärmeversorgung:
„Wir freuen uns, die Stadtwerke Spremberg auf ihrem langfristigen Weg zu einer dekarbonisierten Wärmeversorgung unterstützen zu können. Dieser Folgevertrag ermöglicht es uns, einen Beitrag für die Versorgungssicherheit in Spremberg im Rahmen unserer flexiblen Kraftwerksfahrweise zu leisten, während wir gleichzeitig gemeinsam an Lösungen für eine klimafreundliche und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung arbeiten, die den politischen Vorgaben der Wärmewende Rechnung tragen.“
Roesch verweist zudem darauf, dass die LEAG auch in Zeiten von Umbrüchen im engen Austausch mit Kommunen und Bürgern bleiben wolle, um tragfähige Ergebnisse zu erreichen.
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