Thementage zur sorbischen Kultur in der Lausitz
Zeitzeugen, Diskussionen und Gespräche in Schleife und Bloischdorf
In Schleife und Bloischdorf stehen Ende Februar die Erfahrungen der sorbischen Gemeinschaft in der Wendezeit im Mittelpunkt. Die Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (GEDG) lädt zu einem zweiteiligen Thementag zur sorbischen Kultur ein.
Sorbische Kultur im Umbruch 1989–1994
Die Jahre 1989 und 1990 markieren einen tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Wandel: Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten am 03.10.1990 brachten neue Freiheiten, aber auch Verunsicherung und das Gefühl von Identitätsverlust und Ohnmacht für viele Bürger in Ostdeutschland.
Im Rahmen des Projekts „UM/BRUCH. Transformationsgesellschaft Ost 1989-1994“ untersucht die GEDG, wie diese Transformationszeit erlebt wurde und wo Demokratisierung stattfand. An verschiedenen Orten in Ostdeutschland werden Thementage organisiert, bei denen Zeitzeugen sowie Fachleute aus Wissenschaft und Politik zu Wort kommen.
Beim Thementag „Sorbische Kultur“ in Schleife und Bloischdorf geht es darum, welche kulturellen und politischen Folgen der Mauerfall und die Wiedervereinigung für die Sorben in Ostdeutschland hatten.
Podiumsdiskussion in Schleife
Am Mittwoch, 25.02. (18:00–20:00 Uhr), findet im Sorbischen Kulturzentrum Schleife, Friedensstraße 65, 02959 Schleife, eine Podiumsdiskussion statt.
Auf dem Podium sprechen:
- Maria Michalk, langjährige Politikerin
- Kati Struck, Mitglied im Bundesvorstand der Domowina
- Grit Lemke, Autorin und Regisseurin
Die Moderation übernimmt Liane von Billerbeck (Deutschlandradio).
Erzählcafé im Museum Bloischdorf
Am Donnerstag, 26.02. (16:00–18:00 Uhr), lädt das Museum Bloischdorf, Gutsweg 1, 03130 Felixsee/Bloischdorf, zu einem Erzählcafé ein.
Bei Kaffee und Kuchen können Besucher mit folgenden Zeitzeugen ins Gespräch kommen:
- Milena Stock
- Bernhard Ziesch
Im Mittelpunkt stehen persönliche Erinnerungen an den Wandel in der sorbischen Kultur, an politische Mitgestaltung in der Umbruchszeit und an Entwicklungen bis heute.
Eintritt
Für beide Veranstaltungen ist der Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Grafik: Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (GEDG)
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