Wirtschaft fordert Verlässlichkeit
Net Zero Valley soll in Koalitionsvertrag
Wirtschaft fordert Verlässlichkeit: Net Zero Valley soll in Koalitionsvertrag
Mehrere führende Wirtschaftsverbände der Lausitz wenden sich mit einem offenen Brief an die Fraktionen von CDU und SPD im Brandenburger Landtag. Ihre zentrale Forderung: Der Net-Zero-Valley-Ansatz muss ausdrücklich im Koalitionsvertrag verankert werden.
Hintergrund sind die laufenden Koalitionsverhandlungen in Brandenburg – und die Sorge, dass der erfolgreiche Bewerbungsprozess des Net Zero Valley nicht automatisch in eine verlässliche Umsetzung übergeht.
Erfolg aus der Region heraus
Unternehmerverband Brandenburg-Berlin e.V., Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V., Pro Lausitz e.V., Wirtschaftsrat Peitz e.V., Bundesverband mittelständische Wirtschaft und Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft betonen in ihrem Schreiben, dass die Positionierung der Lausitz als Net Zero Valley maßgeblich aus der Region selbst initiiert wurde.
Der Bewerbungsprozess sei Ausdruck einer vertrauensvollen Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Verwaltung gewesen – länderübergreifend zwischen Brandenburg und Sachsen. Die positive Resonanz auf europäischer und bundespolitischer Ebene zeige, dass der strategische Ansatz trage.
Doch nun beginne die entscheidende Phase: Umsetzung statt Bewerbung.
Kontinuität statt politischer Neustart
Die Verbände machen deutlich: Das Net Zero Valley dürfe kein einmaliger politischer Erfolg bleiben. Entscheidend seien nun stabile Rahmenbedingungen, klare Zuständigkeiten und langfristige strategische Verlässlichkeit.
Gerade in einer Phase, in der neue industrielle Wertschöpfung aufgebaut und Investitionsentscheidungen vorbereitet werden, brauche die Wirtschaft Planungssicherheit – vom Handwerksbetrieb über den Mittelstand bis hin zur energieintensiven Industrie.
Deshalb fordern die Unterzeichner, den Net-Zero-Valley-Gedanken ausdrücklich im Koalitionsvertrag des Landes Brandenburg zu verankern. Dies wäre:
- ein klares Bekenntnis zur wirtschaftlichen Zukunft der Lausitz
- ein Signal an Investoren und Unternehmen
- eine Fortschreibung der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik
Strukturwandel braucht Haltung
Nach dem Ausstieg aus der Kohleverstromung steht die Lausitz an einem Wendepunkt. Der Aufbau neuer industrieller Wertschöpfung ist kein Selbstläufer. Er braucht politische Stabilität und strategische Kontinuität.
Die Verbände signalisieren Bereitschaft zur weiteren konstruktiven Begleitung – im Dialog mit Politik und Verwaltung.
Der Tenor des offenen Briefes ist eindeutig:
Transformation gelingt nicht durch Schlagzeilen. Sie gelingt durch Verlässlichkeit.
Grafik: Tudyka.PR/DALL.E
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