L.o Redaktion | Landkreis Elbe-Elster
Hochwasserschutz kommt voran
Landkreis fordert mehr Tempo auch in Bad Liebenwerda.
In Herzberg (Elster) schreiten die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz an der Schwarzen Elster voran. Bei einem Vor-Ort-Termin am Dienstag, 29.07.2025 informierten sich Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt, Landrat Marcel Schmidt und Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz über den Stand der Arbeiten. Für die Menschen in der Stadt bedeutet das vor allem mehr Sicherheit bei künftigen Hochwasserlagen.
Besichtigt wurde das „Teilobjekt 1 – Bauabschnitt 2–3 links“. Dafür werden 4.550.000,00 € aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Brandenburg eingesetzt. Im Stadtgebiet entsteht eine moderne Hochwasserschutzanlage für das Schutzziel HQ100, also für ein statistisch alle 100 Jahre auftretendes Hochwasserereignis.
Was in Herzberg gebaut wird
Nach Angaben des Landkreises sind die Rammarbeiten für die Spundwand bereits abgeschlossen. Geplant und im Bau sind unter anderem:
- eine tragende und abdichtende Spundwand auf rund 7.000 m²,
- ein neuer asphaltierter Deichverteidigungsweg,
- eine Flutmulde zur Verbesserung des Hochwasserabflusses,
- Baugrundverbesserungen im Bereich der ehemaligen Altlastendeponie „Am Sportplatz“,
- Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft.
Mit den Bauarbeiten wurde im Dezember 2025 begonnen. Die Fertigstellung ist für Ende September 2027 vorgesehen.
Landkreis verweist auf weitere Baustellen in der Region
Landrat Marcel Schmidt machte bei dem Termin deutlich, dass der Blick des Landkreises über Herzberg hinausgeht. Hochwasserschutz sei eine zentrale Infrastrukturaufgabe im Landkreis Elbe-Elster. Viele Menschen in der Region erinnerten sich noch an die schweren Hochwasser der vergangenen Jahrzehnte.
„Deshalb dürfen wir nicht nur auf Herzberg schauen“, sagte Schmidt. Für Bad Liebenwerda hoffe der Landkreis auf einen zügigen Abschluss der Planungen. In Elsterwerda wünsche man sich mehr Tempo bei der Vorbereitung der Maßnahmen. Auch an der Elbe bleibe der noch fehlende Deichabschnitt vor Mühlberg eine wichtige Aufgabe.
Ministerin verweist auf Lehren aus früheren Hochwassern
Umweltministerin Hanka Mittelstädt erklärte, die Hochwasserereignisse insbesondere der Jahre 2010 und 2013 hätten gezeigt, dass die bestehenden Deiche im Raum Herzberg den heutigen Anforderungen bei Extremhochwasser nicht mehr genügen. Das Land investiere deshalb gezielt in die Ertüchtigung der Anlagen entlang der Schwarzen Elster.
Zum Abschluss dankte der Landrat der Ministerin dafür, dass sie den Hochwasserschutz erneut zu einem Schwerpunkt ihrer Landkreis-Tour gemacht habe. Aus Sicht des Landkreises bleibt das Thema nicht nur für Herzberg, sondern für die gesamte Region zwischen Schwarzer Elster und Elbe von großer Bedeutung.
Fotos Pressestelle Kreisverwaltung/ Torsten Hoffgaard:
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