Kultur aktuell
Abschlusskonzert der Schlesischen Musikfeste
Kulturforum Görlitzer Synagoge
In Görlitz endet am Sonntag, 17.05., 18:00 Uhr die 37. Ausgabe der Schlesischen Musikfeste mit einem Konzert im Kulturforum Görlitzer Synagoge. Zum Abschluss steht synagogale Musik im Mittelpunkt.
Unter dem Leitmotiv „Harmonie des Friedens“ finden die Schlesischen Musikfeste vom 15. bis 17. Mai an verschiedenen Orten in der Region Niederschlesien auf deutscher und polnischer Seite statt. Das Abschlusskonzert in Görlitz führt musikalisch durch den jüdischen Kalender.
Musik zu Feiertagen und SchabbatEs musizieren der Chor der Synagoge Pestalozzistraße in Berlin sowie Solisten des Chors der Synagoge zum Weißen Storch in Wroclaw. Das Programm beleuchtet wichtige Feiertage und Stationen des liturgischen Jahres in unterschiedlichen Traditionen der Diaspora.
Zu hören ist Musik zu Rosch ha-Schana, Jom Kippur, Sukkot, Pessach sowie zum Schabbat. Damit gibt das Konzert einen Einblick in die spirituelle und stilistische Vielfalt jüdischer religiöser Musik.
Werke aus Europa und AmerikaAuf dem Programm stehen Werke von Zavel Zilberts, Sol Zim und Max Yanowski. Hinzu kommen Kompositionen von Louis Lewandowski, Meir Machtenberg, Sholom Secunda, Jacob Rapaport und Meir Finkelstein.
Die musikalische Leitung übernimmt Kantor Isidoro Abramowicz. Als Solisten sind Magdalena Dynowska (Sopran) und Piotr Bunzler (Tenor) angekündigt. Jakub Stefek spielt die Orgel.
Prominente Gäste und TicketsZur Abschlussveranstaltung werden Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und der Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski, erwartet.
Tickets kosten 25,00 €. Der Vorverkauf läuft über das Kulturforum Görlitzer Synagoge sowie über Vorverkaufsstellen von Reservix.
Ort mit GeschichteDas Kulturforum Görlitzer Synagoge wurde vor fünf Jahren als Veranstaltungsort und begehbares Kulturdenkmal eröffnet. Vorausgegangen war eine umfassende denkmalgerechte Sanierung. Das Gebäude in der Görlitzer Innenstadt wurde vor 115 Jahren als Neue Synagoge Görlitz eröffnet.
Die Jüdische Gemeinde nutzte den Kuppelbau 27 Jahre lang als Versammlungsort und Gotteshaus. Mit den Pogromen im November 1938 endete das öffentliche jüdische Leben in Görlitz faktisch. Heute gehört das Gebäude der Stadt Görlitz. Betrieben wird es von der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH.
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