L.o Redaktion | Landkreis Elbe-Elster
Nach Anschlag: Kreisverwaltung Finsterwalde wieder offen
Ab Montag nur mit Termin, Jugendamt weiter geschlossen
In Finsterwalde nimmt die Kreisverwaltung Elbe-Elster den Dienstbetrieb nach dem Angriff in der Außenstelle an der Kirchhainer Straße 38a ab Montag, 21.07.2026, schrittweise wieder auf. Für Bürger bedeutet das: Das Gesundheitsamt sowie das Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz sind dann wieder erreichbar, allerdings nur nach vorheriger Terminvereinbarung.
Die Sprechzeiten waren nach dem Vorfall vom Mittwoch, 16.07.2026, bis einschließlich Sonntag, 20.07.2026, ausgesetzt. Nach Angaben des Landkreises war eine Mitarbeiterin des Jugendamtes während der Sprechzeit von einem Besucher angegriffen worden. Neben ihr wurden vier weitere Personen verletzt.
Diese Bereiche sind wieder erreichbar
Ab Montag, 21.07.2026, stehen in der Außenstelle Finsterwalde wieder zur Verfügung:
- Gesundheitsamt
- Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz
Vorsprachen sind ausschließlich mit Termin möglich.
Jugendamt und Straßenverkehrsamt in Finsterwalde weiter nicht erreichbar
Das Jugendamt sowie das Straßenverkehrsamt bleiben am Standort Finsterwalde bis auf Weiteres geschlossen. Als Grund nennt die Kreisverwaltung technische und organisatorische Erfordernisse.
Bürger sollen ihre Anliegen in diesen Bereichen am Standort Bad Liebenwerda, Riesaer Straße 17 und 19, erledigen. Der Landkreis bittet darum, sich vorab telefonisch beraten zu lassen oder einen Termin zu vereinbaren.
Für viele Anliegen des Straßenverkehrsamtes verweist der Landkreis zudem auf seine digitalen Serviceangebote. Zahlreiche Leistungen können online beantragt werden.
Wachschutz an zwei Standorten
Als direkte Reaktion auf den Vorfall verstärkt der Landkreis die Sicherheitsmaßnahmen. Ab Montag, 21.07.2026, ist während der Sprechzeiten in Finsterwalde und Bad Liebenwerda ein Wachschutz im Einsatz.
- dienstags 08:00 bis 17:00 Uhr
- donnerstags 08:00 bis 16:00 Uhr
Der Wachschutz begleitet den Besucherverkehr. Unabhängig von den Sprechzeiten bleiben die Haupteingänge der Gebäude geschlossen. Zutritt erhalten nur Besucher mit vorher vereinbartem Termin.
Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Nach dem Angriff hatte die Polizei einen 35-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Am Freitag entschied ein Haftrichter, dass der Mann in Untersuchungshaft kommt. Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.
Nach Angaben des stellvertretenden Landrats Roland Neumann wurde bei der Tat ein Brandsatz verwendet. Dabei sei eine Flüssigkeit in Flammen aufgegangen. Zum möglichen Motiv äußerte sich die Polizei bislang nicht.
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